4 Jahre alkoholfrei: Was sich wirklich verändert hat
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🎙️ In dieser Folge teile ich meine Erfahrungen nach über vier Jahren ohne Alkohol und spreche darüber, welche Veränderungen mich bis heute am meisten überraschen.
Du erfährst:
💛 warum Alkohol irgendwann seine Bedeutung verliert 💛 weshalb sich Beziehungen und das eigene Umfeld verändern 💛 wie du Zeit, Energie und Klarheit zurückgewinnst 💛 warum du wieder mehr zu dir selbst findest 💛 weshalb eine klare Entscheidung oft stärker ist als reine Willenskraft 💛 und warum ein alkoholfreies Leben mit der Zeit immer leichter wird.
Transkript anzeigen
00:00:00: Vor vier einhalb Jahren habe ich mit dem Trinken aufgehört.
00:00:04: und weißt du, was mich rückblickend sehr überrascht?
00:00:08: Fast alle reden über dieselben Dinge.
00:00:11: Darüber wie schwer es wird!
00:00:13: Wie sehr du dein Feierabendbier vermissen wirst!
00:00:17: Wie anstrengend die ersten Wochen sein können!
00:00:20: Aber über das, was danach kommt, da spricht fast niemand darüber – über die guten Dinge über diese Veränderungen, die sich langsam in dein Leben schleichen und die dich irgendwann völlig unerwartet treffen werden.
00:00:37: Weil du plötzlich merkst hey!
00:00:39: Da kommt ja nicht nur etwas weg da kommt sogar unglaublich viel zurück.
00:00:45: Und genau darum geht es in dieser Podcastfolge.
00:00:48: Ich möchte heute sechs Dinge mit dir teilen Die mich in den vergangenen vier einhalb Jahren selbst überrascht haben und die ich inzwischen auch bei vielen Menschen beobachte, die ich als Mentor auf ihrem Weg aus dem Alkohol begleiten durfte.
00:01:08: Vielleicht denkst du gerade darüber nach mit dem Trinken aufzuhören?
00:01:13: Vielleicht bist Du sogar schon mittendrin oder du fragst dich gerade ob sich dieser ganze Weg wirklich lohnt!
00:01:21: Dann bleibt bis zum Ende dieser Folge dabei denn der sechste Punkt war für mich wirklich der entscheidende, der Punkt, der alles andere überhaupt erst möglich gemacht hat.
00:01:33: Falls Sie uns noch nicht kennen – mein Name ist Eduardo Freundlinger!
00:01:38: Ich habe siebenunddreißig Jahre lang gesoffen als wäre mein Leben eine einzige Happy Hour ohne Sperrstunde und als ich endlich damit aufhörte stürzte ich vermutlich mehrere Brauereien und Weingüter in eine ernste Absatzkrise.
00:01:58: Heute spreche ich mit dir offen und ehrlich über Alkohol, nicht als Suchtberater oder Therapeut sondern wie ein Freund der diesen Weg selbst gegangen ist und er es gut mit dir meint.
00:02:10: Gemeinsam mit meiner Frau Natalie habe ich brosglos glücklich gegründet!
00:02:15: Mit der Mission Menschen dabei zu helfen ihr Leben nicht länger vom Alkohol bestimmen zu lassen, sondern wieder selbst zu entscheiden wie sie leben möchten.
00:02:28: Und jetzt lasst uns direkt loslegen!
00:02:31: Die erste große Überraschung war für mich irgendwann vermisst du den Alkohl einfach nicht mehr.
00:02:39: Bevor ich aufgehört habe hätte ich dir gesagt dass ich mir ein Leben ohne Alkool überhaupt nicht vorstellen kann.
00:02:49: Kein Bier zum Fußball, kein Glas Wein zum Abendessen.
00:02:53: Kein Chintonic nach einem langen Arbeitstag!
00:02:57: Das gehörte zu mir?
00:02:59: Zumindest dachte ich das damals.
00:03:02: und ich glaube genau darin liegt eine der größten Ängste vor dem Aufhören die Vorstellen dass du den Rest deines Lebens etwas vermissen wirst.
00:03:14: Dass da immer dieses Loch bleibt dieses Gefühl.
00:03:19: Eigentlich fehlt mir jetzt etwas.
00:03:21: Und ja, die ersten Wochen können sich tatsächlich so anfühlen!
00:03:25: Du stehst irgendwo zwischen zwei Leben.
00:03:29: das Alte möchtest du nicht mehr und das Neue hast du dir noch nicht aufgebaut Ja?
00:03:36: Das kann sich leer anfühle Unruhig manchmal auch beängstigend und an dieser Stelle müssen wir ehrlich sein.
00:03:45: Alkohol ist nicht einfach nur eine harmlose Gewohnheit, die du mal eben so ablegst.
00:03:52: Es ist eine giftige psychoaktive Substanz und wenn du täglich größere Mengen trinkst, morgens schon Alkohol brauchst oder bereits Entzugserscheinungen erlebt hast dann versuche bitte nicht plötzlich allein aufzuhören.
00:04:10: ein kalter Entzug kann ernsthafte Komplikationen auslösen.
00:04:15: Lass dich ärztlich beraten und diesen ersten Schritt professionell begleiten.
00:04:20: Das ist keine Schwäche, das ist Verantwortung für Dich und für Deinen Körper!
00:04:26: Aber auch wenn der körperliche Entzug geschafft ist beginnt zu Hause oft erst der eigentliche Alltag.
00:04:34: Du sitzt wieder auf deinem Sofa Der Feierabend kommt Die alten Gedanken sind noch da die gleichen Krieger Vielleicht auch diese große Lehre, denn der Alkohol ist zwar nicht mehr in deinem Körper.
00:04:51: Aber die Gewohnheiten in deinm Kopf verschwinden nicht automatisch mit der letzten Infusion in der Klinik.
00:05:00: Eine Teilnehmerin unserer Dreißig-Tage-Challenge hat mir nach ihrem Klinikauffenthalt etwas gesagt das mich sehr berührt hat.
00:05:11: Ungefähr ihre Worte lauteten, ich wurde letzte Woche aus der Klinik entlassen.
00:05:15: In der Klingel wurde mir immer nur gesagt du musst es nur wollen!
00:05:19: Aber niemand hat mir die Automatismen des Gehirns erklärt.
00:05:24: Erst die Dreißig Tages Challenge hat mir geholfen Zusammenhänge zu verstehen, die mir vorher nicht bewusst waren.
00:05:31: Mich machen nicht einmal die trinkenden Menschen in meiner Umgebung nervös.
00:05:36: wir machen meine eigenen inneren Krisenangst.
00:05:40: Zu verstehen, dass Suchtruck kein Befehl ist war für mich eine Befreiung.
00:05:46: Und genau das ist der Punkt!
00:05:50: Der körperliche Entzug kann das Fundament sein aber auf dieses Fundament musst du noch etwas bauen.
00:05:59: Du darfst verstehen was in deinem Kopf passiert Welche Situationen dich triggern welche Gefühle Du früher mit Alkohol leiser gemacht hast.
00:06:13: Und was du heute tun kannst, wenn der Druck plötzlich wieder auftaucht?
00:06:18: Nicht indem du dich jeden Abend mit zusammengebissenen Zähnen durchkämpfst sondern indem du deine alten Automatismen Schritt für Schritt verstehst und neue Wege aufbaust – genau dabei unterstützen wir dich auch in unseren Programmen!
00:06:37: Ein möglicher erster Schritt ist unser Intensivprogramm Sieben Tage des Erwachens.
00:06:43: Dort geht es nicht einfach nur darum, sieben Tage nichts zu trinken!
00:06:48: Es geht darum den Alkohol und seine Versprechen mit einem neuen Blick zu sehen damit du nicht dein ganzes Leben das Gefühl hast auf etwas wertvolles Verzichten zu müssen.
00:07:02: Alle Informationen dazu findest Du in der Beschreibung dieser Podcastfolge Denn wenn du verstehst, was gerade in dir passiert verändert sich etwas.
00:07:13: Der Kampf wird leiser und dann kommt irgendwann dieser Moment.
00:07:19: Du merkst plötzlich ich habe heute noch gar nicht an Alkohol gedacht.
00:07:25: Später sind es vielleicht drei Tage und dann drei Wochen und irgendwann stellst du fest das Monate vergangen sind ohne dass der Alkohl ständig in deinem Kopf herumspaziert ist.
00:07:40: Es ist ein bisschen wie mit einer alten Beziehung, aus der du dich gerade getrennt hast.
00:07:47: In den ersten Wochen glaubst du, du wirst nie darüber hinwegkommen!
00:07:52: Du denkst ständig an diese Person – an die guten Momente vielleicht auch an die schlechten.
00:07:58: und dann fragt dich ein halbes Jahr später jemand danach und du bemerkst plötzlich Hey, ich habe seit Wochen nicht mehr an diesen Mensch gedacht.
00:08:11: Ja?
00:08:11: Genauso kann es auch mit Alkohol sein!
00:08:14: Nur er erzählt dir das am Anfang kaum jemand.
00:08:18: Viele sagen dir du müsstest ihn für den Rest deines Lebens bekämpfen.
00:08:25: Dass du ihn immer vermissen wirst dass jeder alkoholfreie Abend ein neuer Kampf bleibt bei mir weiß nicht so Und bei vielen Menschen, die ich begleiten durfte, beobachtete ich etwas ganz Ähnliches.
00:08:41: Irgendwann ist der Alkohol nicht mehr diese große offene Wunde?
00:08:48: Er isst ein abgeschlossenes Kapitel deiner Geschichte und nicht mehr die Geschichte selbst!
00:08:55: Der zweite Punkt ist deine Beziehungen sortieren sich neu – auch darüber spricht vorher kaum jemand.
00:09:03: Denn wenn du aufhörst, so drehtgen verändert sich nicht nur dein eigenes Leben.
00:09:09: Es verändern sich auch die Beziehungen zu den Menschen um dich herum und ich sage dir das ganz ehrlich Auch wenn es etwas unbequem ist Manche Menschen werden aus deinem Leben verschwinden Nicht weil ihr euch gestritten habt!
00:09:29: Nicht Weil ihr euch plötzlich nicht mehr mögt sondern weil das, was euch verbunden hat vor allem der Alkoholwahrer.
00:09:39: Und der ist jetzt weg?
00:09:41: Ohne dass Bier am Freitag gibt es plötzlich weniger zu besprechen!
00:09:46: Ohne das Weintlas beim Essen merkst du vielleicht, daß die Gespräche gar nicht so tief waren wie sie sich angefühlt haben.
00:09:55: und wenn der Anlass zu trinken wegfällt fehlt manchmal auch der Anlass für das eigentliche Treffen.
00:10:03: Das kann weh tun, ja ich weiß aber es zeigt dir etwas Wichtiges.
00:10:08: du erkennst welche Beziehungen wirklich tragen und welchen nur funktioniert haben solange ein Glas auf dem Tisch stand.
00:10:18: übrigens vermisse ich den Geschmack vom Bier überhaupt nicht Schon allein deshalb, weil es heute eine riesige Auswahl an guten alkoholfreien Bieren gibt.
00:10:29: Während der Fußball-WM habe ich mit Familie und Freunden in Spanien vor einer Großbildleinwand gesessen.
00:10:38: Ich hatte ein alkoholfreies Bier in der Hand Und wir haben mitgefiebert für Spanier, für Österreich, für Deutschland.
00:10:44: Wir haben gelacht, wir haben geschrien und die Stimmung als Fußballfans in vollen Zügen genossen Und genau das hat mir wieder gezeigt.
00:10:54: Es ging eigentlich nie um den Alkohol, es ging um den Moment und die Atmosphäre, um die Menschen und das gemeinsame Erlebnis.
00:11:04: Der Alkohl hat nur so getan als wäre eher der Grund dafür!
00:11:10: Wenn du ihn weglässt lernst du deshalb etwas sehr Wertvolles.
00:11:15: Du findest heraus wer deine echten Freunde sind?
00:11:19: Die Menschen denen nicht nur deine Trinkbegleitung wichtig ist, nicht nur die Person mit der man lustig anstoßen kann sondern du als Mensch.
00:11:30: Und genau diese Beziehungen können plötzlich viel tiefer werden weil deine Gespräche klarer werden.
00:11:37: Ehrlicher!
00:11:38: Weil Du nicht nur hörst was der andere sagt, sondern wirklich da bist.
00:11:43: Weil Du Dich am nächsten Morgen noch daran erinnerst worüber Ihr gesprochen habt Und auch daran, wie du dich dabei gefühlt hast.
00:11:54: Kein neblen Kopf!
00:11:56: Keine Erinnerungslücken!
00:11:58: Kein vorsichtiges Nachdenken am nächsten Morgen – was habe ich gestern eigentlich alles erzählt?
00:12:06: Du bist präsent und Präsenz verändert Beziehungen.
00:12:11: Ich habe in den vergangenen Vier-Einhalb Jahren mehr echte Gespräche geführt als in den zwanzig Jahren davor zusammen.
00:12:20: Nicht mehr Gespräche, mehr echte Gespräche und genau darum geht es!
00:12:26: Der dritte Punkt ist du bekommst so viel Zeit zurück dass du am Anfang gar nicht weißt ja wohin denn damit?
00:12:36: Und genau das überruppelt viele Menschen völlig Denn es geht nicht nur um die Stunden, in denen du früher mit einem Glas in der Hand da gesessen bist.
00:12:47: Ja das sind schon einige aber das ist nur der Anfang.
00:12:51: Es geht auch um den Morgen danach Um die verkaterten Sonntage an denen du eigentlich nur versuchst irgendwie durch diesen Tag zu kommen Und die Nachmittage mit deinen Kindern oder Enkelkindern, an denen du zwar irgendwie dabei bist aber innerlich völlig neben der Spur stehst.
00:13:14: Um all diese Tage, die du nie wieder zurückbekommst.
00:13:18: und dann denk einmal an alle Dinge für die du angeblich nie Zeit hattest ein Projekt, das du immer wieder verschoben hast.
00:13:27: Ein Hobby für die dir die Energie fehlte.
00:13:31: Ein Bücher, den du lesen wolltest.
00:13:33: Ein Sport, den dich seit Jahren vornimmst.
00:13:37: und vor allem an dieses Gefühl Du gehst zwei Schritte nach vorne Und dann wieder drei zurück Woche für Woche Immer wieder dasselbe Muster.
00:13:49: Bevor ich dir erzähle welches große Projekt Ich durch mein alkoholfreies Leben endlich umsetzen konnte, möchte ich ein paar Erfahrungen mit dir teilen.
00:14:01: Die Menschen mir anvertraut haben!
00:14:03: Ich nenne natürlich keine Namen aber vielleicht erkennst du dich in ihren Worten wieder?
00:14:10: Ein Teilnehmer aus meinem persönlichen Mentoring erzählte mir... dass echter Spaß, Feiern und Partys nur mit Alkohol funktionieren.
00:14:27: Ich habe einen guten Job aber tief in mir gab es immer dieses eine Herzensprojekt das ich unbedingt umsetzen wollte und jedes mal hat mich der Alkohl wieder ausgebremst.
00:14:40: dafür ist meine ganze Energie drauf gegangen.
00:14:43: vielleicht kennst du das?
00:14:46: Du hast etwas was dir wirklich wichtig ist etwas dass du schon lange beginnen möchtest und trotzdem fehlt dir immer wieder die Kraft, nicht unbedingt weil du zu wenig Zeit hättest sondern weil der Alkohol dir erst den Abend nimmt.
00:15:06: Und danach oft noch den nächsten Tag.
00:15:08: eine andere Teilnehmerin hat dieses Gefühl der Gefangenschaft sehr treffend beschrieben in ungefähr diesen Worten.
00:15:15: ich habe immer deutlicher gemerkt das sich Gefühle und schwierige Situation mit Alkohol einfach wegspüle.
00:15:24: Ich stelle mich ihnen nicht, ich laufe davor weg und dabei geht so unendlich viel Zeit verloren.
00:15:30: erst beim Trinken selbst dann am nächsten Tag wenn du wie ein Gemüse auf der Couch liegst und zu nichts fähig bist und selbst an Tagen an denen du nichts trinkst kreisen deine Gedanken nur darum was trinke ich heute Abend?
00:15:47: wo bekomme ich etwas her?
00:15:51: Du bist nicht frei, du sitzt in einem Käfig und dieser Käfig besteht nicht nur aus den Stunden, in denen du trinkst.
00:15:59: Er beginnt oft viel früher mit dem Gedanken an das erste Glas – mit der Frage ob noch genug zu Hause ist?
00:16:08: Mit dem Plan wann und wo du Nachschuppe bekommst!
00:16:12: und er endet nicht mit dem letzten Schluck.
00:16:15: Er geht am nächsten Morgen weiter, mit Müdigkeit, mit Kopfschmerzen, mit Schuldgefühlen, mit dem Versuch den Tag irgendwie zu
00:16:26: überstehen.".
00:16:27: Eine weitere Frau hat mir etwas erzählt das mich ebenfalls sehr berührt hat.
00:16:33: Ich habe einfach aufgehört auf mich selbst zu hören.
00:16:37: nach der Arbeit bin ich am Laden vorbeigefahren habe mir Gin Tonic gekauft und mir gesagt, super!
00:16:45: Der Tag lief gut.
00:16:46: Das hast du dir verdient.
00:16:49: Und am nächsten Morgen bin ich mit dem Kater des Todes aufgewacht.
00:16:54: Ich wusste gefühlt meinen eigenen Namen nicht mehr und konnte nicht normal funktionieren.
00:17:01: Mein Leben zog einfach an mir vorbei.
00:17:05: Dabei ist Zeit doch das Wertvollste was wir haben.
00:17:08: Schließlich sind wir alle sterblich meinte sie.
00:17:11: Als ich diese Worte hörte, habe ich mich selbst darin wiedererkannt dieses Leben zwischen Belohnung am Abend und Bestrafung am Morgen Dieses Gefühl dass die Tage vorbei ziehen und du irgendwie dabei bist aber nicht wirklich anwesend.
00:17:31: Mein größtes persönliches Projekt das durch mein alkoholfreies Leben überhaupt erst möglich wurde war mein Buch Brustlos Glücklich.
00:17:41: Ich hatte diese Idee jahrelang in mir.
00:17:45: Ich wollte meinen Weg aufschreiben, schmerzhaft ehrlich ohne etwas schöner zu machen als es waren aber ich hatte einfach keine Energie dafür.
00:17:55: mein Kopf war entweder damit beschäftigt Alkohol zu organisieren oder sich von den Folgen zu erholen mich dann wirklich hinzusetzen jede Zeile klar zu schreiben und mich durch mehr als siebzig Studien in Englisch zu arbeiten, wurde für mich zu einem der größten Meilensteine meines Lebens.
00:18:18: Ich weiß heute hätte ich weitergedrunken wie früher wäre dieses Buch nie entstanden!
00:18:26: Und auch bruslos glücklich hätte es nie gegeben, denn plötzlich war da nicht nur mehr Zeit – da war auch wieder mehr Klarheit, Ausdauer, Konzentration und der Wunsch etwas aufzubauen, das über mich selbst hinausgeht.
00:18:44: Falls du meinen Buch noch nicht kennst und dir einen ehrlichen Begleiter für deinen eigenen Weg wünscht findest du es über den Link in der Beschreibung dieser Podcastfolge.
00:18:56: Und das Verrückte ist nichts von dem was ich heute mache fühlt sich so hektisch an wie mein Leben früher.
00:19:05: Damals lief ich meinen Verpflichtungen ja ständig hinterher und das schlechte Gefühl darüber habe ich oft mit noch mehr Alkohol weggedrückt.
00:19:15: Ich dachte lange, das Leben ist eben voll!
00:19:19: Das Leben ist ihm anstrengend!
00:19:21: Ja so ist es nun einmal.
00:19:23: aber heute weiß ich dass leben wird nicht automatisch einfach nur weil du nicht mehr trinkst Aber ständiges Trinken macht es um einiges schwerer.
00:19:35: Und wenn der Alkohol geht, bekommst du nicht nur deine Abende zurück!
00:19:41: Du bekommest deine Morgen zurück, deine Wochenenden, deine Energie, deine Ideen und manchmal sogar Träume von denen du schon fast vergessen hattest dass sie einmal deine waren.
00:19:58: Der vierte Punkt ist Du findest heraus, wer du wirklich bist und ich sage dir ganz ehrlich das kann etwas wehtun.
00:20:09: Denn Alkohol hat bei mir sehr lange etwas betäubt Gefühle Gedanken Fragen denen ich lieber ausgewichen bin.
00:20:18: Ich habe ihn Belohnung genannt Genuss Entspannung Aber sehr oft war es einfach nur Betäubung Und wenn diese Betäuberung wegfällt Wird manches plötzlich wieder laut?
00:20:32: Die Wut, die du nie wirklich zugelassen hast.
00:20:36: Die Traurigkeit, die unter dem nächsten Glas begraben hast... ...die Lehre, die am Abend immer wieder auftaucht.
00:20:45: oder diese unangenehme Frage ist das Leben dass ich gerade führe eigentlich noch das Leben, was ich einmal wollte?
00:20:58: In den ersten Wochen, manchmal auch in den ersten Monaten sitzt du mit diesen Gefühlen plötzlich ganz alleine gegenüber.
00:21:06: Ohne Glaster zwischen!
00:21:07: Ohne Nebel ohne diesen schnellen Ausweg und das ist unbequem.
00:21:13: Und manchmal kann es richtig schmerzhaft sein.
00:21:16: aber ich sage dir ganz ehrlich genau darin liegt auch eines der größten Geschenke dieses Weges denn du beginnst dich wieder selbst zu spüren, nicht die Version von dir, die auf einer Feier den Entertainer spielt.
00:21:34: Nicht die Version, die abends auf dem Sofa langsam wegdämmert!
00:21:39: Nicht die Version, die morgens vor dem Spiegel steht und sich selbst kaum wieder erkennt sondern dich, den Menschen der unter all dieser Betäubung noch da war ist viel interessanter als die Version mit einem Bier in der Hand.
00:22:00: Nicht perfekter, nicht immer fröhlicher aber echter – es dauert!
00:22:05: Es ist kein großer Moment, in dem plötzlich alles klar ist.
00:22:09: Es ist eher ein langsames Wiederentdecken.
00:22:12: Du merkst was dir wirklich gut tut, was dir fehlt, was du willst und vielleicht auch was du nicht mehr willst?
00:22:21: Du lernst dich neu kennen ohne Filter ohne Ausrede, ohne Betäubung und wenn du dabei bleibst kommt irgendwann dieser Moment.
00:22:31: Du schaust in den Spiegel und du denkst nicht mehr wer ist dieser Mensch eigentlich sondern endlich da bin ich ja wieder!
00:22:43: Und dieses Gefühl kann dir keine Flasche der Welt schenken.
00:22:48: Der fünfte Punkt ist andere Menschen werden Ermeinungen dazu haben und zwar viele davon.
00:22:56: Das war für mich tatsächlich eine der größten Überraschungen, irgendwo in meinem Hinterkopf hatte ich mir ausgemalt dass sich einfach alle für mich freuen würden das.
00:23:08: sie sagen zu mir Mensch Eduardo stark dass du das geschafft hast und ja das kam auch vor von manchen Aber andere reagierten ganz anders als ich erwartet hatte.
00:23:25: Ach komm schon, ein Bier wird dir doch nicht schaden!
00:23:29: Du warst auch immer der Lustige hier.
00:23:31: was ist denn jetzt mit dir los?
00:23:34: Musst du es gleich immer so übertreiben?
00:23:37: und dann kommt diese eine Frage die du wahrscheinlich öfter hören wirst warum trinkst du eigentlich nicht?
00:23:44: Diese Frage klingt erst einmal ganz harmlos Und natürlich liegt das auch daran, dass Alkohol in unserer Gesellschaft so selbstverständlich geworden ist.
00:23:57: Oft muss sich nicht derjenige erklären, wer trinkt sondern derjenig, der es nicht tut!
00:24:04: Aber manchmal steckt hinter dieser Frage noch etwas anderes.
00:24:08: Deine Entscheidung nicht mehr zu trinken kann andere Menschen unruhig machen?
00:24:15: Nicht unbedingt, weil sie dir etwas Schlechtes wollen.
00:24:20: Sondern weil deine Entscheidung plötzlich etwas in ihnen berührt vielleicht eine Frage über den eigenen Konsum aufwirft?
00:24:30: Eine Frage die Sie sich lieber noch nicht stellen möchten.
00:24:34: und dann wird aus deinem alkoholfreien Bier plötzlich ein kleiner Spiegel!
00:24:41: Das hat aber nichts mit Dir zu tun.
00:24:43: Das ist Ihr Thema und du schuldest niemanden eine Rechtfertigung dafür, dass du gut auf dich achtest.
00:24:52: Am Anfang habe ich mich trotzdem noch erklärt.
00:24:55: Ich habe gesagt, dass ich Medikamente nehme, dass sich gerade eine Diät mache, kleine Notlügen einfach damit diese Fragerei aufhört.
00:25:06: Heute mach' ich das nicht mehr!
00:25:08: Heute sage ich voller Stolz – ich trinke keinen
00:25:12: Alkohol.".
00:25:13: Genauso wie ich sage, ich rauche nicht oder ich nehme keine Drogen.
00:25:18: Ohne lange Geschichte, ohne Rechtfertigung, ohne Hintertür einfach – Ich trinke keinen Alkohol!
00:25:28: Wer das akzeptiert ist herzlich willkommen und wer es nicht akzeptert ist ebenfalls Willkommen bei sich selbst zu Hause in seinem eigenen Kopf aber nicht.
00:25:43: Bevor wir gleich zum letzten Punkt kommen, möchte ich dir noch etwas sagen.
00:25:48: Falls du dem Alkohol wirklich Lebewohl sagen möchtest aber immer wieder an derselben Stelle landest dann musst du diesen Weg nicht alleine gehen.
00:26:00: manchmal hilft es jemanden an der Seite zu haben wer diese Kämpfe im eigenen Kopf selbst kennt Der nicht von oben herab erklärt, was du zu tun hast.
00:26:14: Sondern ein Stück mit dir gemeinsam geht und genau dafür gibt es mein persönliches eins-zweines Mentoring.
00:26:21: Wir schauen gemeinsam auf deine Muster!
00:26:24: Auf die Situationen in denen es für dich schwierig wird und auf das, was Du brauchst damit aus einem weiteren Versuch irgendwann ein stabiler Weg werden kann.
00:26:36: Den Link dazu findest du in der Beschreibung dieser Podcastfolge.
00:26:41: Und jetzt kommen wir zum sechsten Punkt, dem Punkt ohne den für mich nichts von den anderen fünf Dingen möglich gewesen wäre!
00:26:51: Es ist keine Schlacht, es ist eine Entscheidung.
00:26:57: Viele Menschen glauben mit dem Alkohol aufzuhören bedeutet für den Rest ihres Lebens jeden Tag gegen ihn kämpfen zu müssen.
00:27:06: Du stehst morgens auf wie Rocky vor dem nächsten Boxkampf.
00:27:11: Du hoffst am Abend, dass du morgens wieder stark genug bist und jede Feier wird zum Minenfeld und jeder alkoholfreie Sonntag fühlt sich an wie das Siegtor in der letzten Minute der Verlängerung.
00:27:26: ganz ehrlich wer möchte so leben?
00:27:29: kein Mensch hält es auf Dauer aus jeden Tag aufs neue Krieg gegen etwas zu führen.
00:27:36: Irgendwann wirst du müde, irgendwann fehlt dir die Kraft und dann glaubst du vielleicht, du hättest den Kampf verloren.
00:27:45: Dabei war für mich der wirkliche Kampf etwas ganz anderes.
00:27:50: Der wirklichen Kampf war mein Trinken kontrollieren zu wollen.
00:27:55: Nur zwei Gläser nur am Wochenende heute weniger, morgen nichts, am Montag wirklich nichts!
00:28:04: Das war die Schlacht die mich jahrelang Kraft gekostet hat und die ich auf Dauer nie gewinnen konnte.
00:28:12: Ein Teilnehmer aus meinem Mentoring hat diesen Wendepunkt einmal sehr offen beschrieben, er sagte, wir werden schließlich nicht jünger!
00:28:22: Ein guter Kumpel von mir ist vor kurzem gestorben ein anderer schwer an Krebs erkrankt.
00:28:30: Irgendwann habe ich ganz deutlich gemerkt dass es mit meiner eigenen Gesundheit bergab geht und das Geld ging fürs Saufen auch extrem drauf.
00:28:42: Und da habe ich knallhart zu mir gesagt, nein!
00:28:45: Ich will leben, ich will lange leben und ich will nicht irgendwo mit siebzig im Rollstuhl sitzen eine Leberzirrose oder Krebs bekommen wegen diesem verdammten Alkohol.
00:28:57: Dieses schreckliche Bild der Zukunft hat mich buchstäblich wach gerüttelt.
00:29:03: Es hat nicht dazu gebracht zu sagen, Schluss!
00:29:06: Ich muss das ändern.
00:29:09: Und später sagte er noch zu mir, weißt du was sich dank deiner Unterstützung in meinem Kopf verändert hat Eduardo?
00:29:17: Es hat Klick gemacht.
00:29:20: Früher habe ich das so nie gesehen überhaupt nie.
00:29:23: und jetzt wenn ich sehe dass jemand Alkohol dringt selbst wenn es meine eigene Frau ist schießt mir sofort der Gedanke in den Kopf Sie nimmt gerade Gift zu sich.
00:29:36: Dieses Wissen ist jetzt für immer in meinem Verstand
00:29:39: verankert.".
00:29:40: Als er mir das erzählte, wurde mir wieder etwas klar... Punkt.
00:30:04: Keine Ausnahmen, keine täglichen Verhandlungen, kein Mal sehen wie es so läuft?
00:30:11: Nein!
00:30:12: Natürlich bedeutet diese Entscheidung nicht dass danach alles sofort leicht ist.
00:30:18: Du musst dein Leben um diese Entscheidung herum neu aufbauen Neue Rituale neue Wege mit Stress umzugehen vielleicht neue Grenzen setzen Vielleicht auch ein neues Umfeld.
00:30:32: Diese Arbeit, die bleibt.
00:30:34: Aber du musst dich mehr jeden Abend neu darüber abstimmen ob Alkohol heute vielleicht doch wieder eine gute Idee ist!
00:30:43: Die Grundsatzentscheidung ist gefallen und allein das kann unglaublich viel Ruhe bringen.
00:30:52: Im Wort Entscheidung steckt auch das Wort Scheidung um.
00:30:56: genauso kannst Du es sehen wenn Du geschieden bist und Dein Ex-Mann oder deine Ex-Frau, die drei Jahre später wieder in den Sinn kommt, machst du ja auch nicht sofort einen neuen Heiratsantrag.
00:31:10: Oder?
00:31:11: Und ich kenne deinen Exmann und deine Exfrau nicht aber ich bin mir ziemlich sicher der Alkohol war der schlechtere Partner!
00:31:21: Er hat viel versprochen er war oft da aber meistens hat er mehr genommen als er gegeben hat.
00:31:29: Wenn diese Entscheidung wirklich steht, gibt es nicht mehr jeden Tag etwas zu bekämpfen.
00:31:35: Dann gibt es nur noch ein Leben das zu Schritt für Schritt um diese Entscheidung herum neu aufbaufst!
00:31:43: Du bist kein Soldat der jeden Morgen wieder in den Krieg ziehen muss.
00:31:48: du bist ein Phönix die aus seiner eigenen Asche wieder geboren wird Und genau darin liegt für mich eines der größten Geschenke eines alkoholfreien Lebens.
00:32:00: Du musst nicht mehr kämpfen, um jemand anders zu werden!
00:32:04: Du darfst langsam wieder zu dir zurückkehren.
00:32:09: Wenn du also darüber nachdenkst mit dem Trinken aufzuhören, dann ist der beste Moment immer genau jetzt Nicht nächsten Montag, nicht nach der nächsten Feier und auch nicht irgendwann, wenn dein Leben vielleicht wieder ein bisschen ruhiger geworden ist.
00:32:31: Genau jetzt!
00:32:33: Denn dein Verstand wird dir immer einen guten Grund liefern, warum heute noch nicht der richtige Tag ist.
00:32:42: Aber Freiheit beginnt selten an einem perfekten Tag – sie beginnt mit einer ehrlichen Entscheidung.
00:32:49: Wenn dich diese Folge heute berührt hat dann abonniere gerne unseren Podcast.
00:32:55: Hier erwarten dich jede Woche neue Gedanken, ehrliche Impulse und Gespräche auf Augenhöhe rund um das Thema Alkohol und den Weg in ein freies, klares Leben!
00:33:10: Nicht von oben herab nicht belehrend sondern ehrlich menschlich der selbst siebenunddreißig Jahre lang viel zuviel getrunken hat und heute seit über vier Jahren postlos glücklich lebt.
00:33:31: Ich teile diesen Weg mit dir, weil ich weiß wie schwer er manchmal sein kann!
00:33:37: Und weil ich dir zeigen möchte dass ein anderes Leben möglich ist.
00:33:42: Ein Leben mit mehr Klarheit, mehr Ruhe, mehr Würde.
00:33:48: also Lass uns gemeinsam die Handbremse des Lebens lösen und endlich das Leben führen, dass wir schon immer führen wollten bevor der Alkohol schleichend die Kontrolle übernommen hat.
00:34:04: Vielleicht hören wir uns ja schon in der nächsten Folge wieder!
00:34:08: Bis dahin wünsche ich dir einen Brustlos glücklichen Tag, dein Eduardo & das Brustlossglücklich Team.
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