Anonyme Alkoholiker (AA): Warum ich nicht mehr zu den Meetings gehe

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🎙️ In dieser Folge spreche ich über meine persönlichen Erfahrungen mit den Anonymen Alkoholikern (AA) und darüber, warum dieser Weg für mich letztlich nicht der richtige war.

Du erfährst:

💛 warum ich mich nie mit dem Satz „Ich bin Alkoholiker“ identifizieren konnte 💛 was die Begegnung mit einem Mann, der seit 40 Jahren nüchtern lebt, in mir ausgelöst hat 💛 weshalb ich nicht nur aufhören wollte zu trinken, sondern auch ein neues Leben aufbauen wollte 💛 warum Sprache unser Selbstbild prägt 💛 weshalb Nüchternheit mehr sein kann als bloßer Verzicht 💛 und warum Prostlos Glücklich® aus dem Wunsch nach Aufbruch, Hoffnung und einer neuen Identität entstanden ist

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo zusammen, mein Name ist Eduardo und ich bin ... ähm... Ich bin Alkoholiker.

00:00:09: Alleine diesen Satz auszusprechen, fehlt mir unglaublich schwer!

00:00:14: Denn als ich zum ersten Mal zu einem Treffen der anonymen Alkohliker ging da hatte ich ja schon seit über zwei Jahren keinen Tropfen mehr getrunken, über zwei Jahre und trotzdem sollte ich mich mit genau diesem Wort vorstellen, Alkoholiker.

00:00:35: Und ich weiß noch wie seltsam sich das für mich angefühlt hat als würde ich mich wieder mit etwas identifizieren von dem ich doch eigentlich schon lange dabei war, mich zu befreien!

00:00:48: Ich werde in diesem Video ganz offen mit dir über die anonymen Alkooliker sprechen warum ich zwar froh bin dass es sie gibt Aber sie am Ende trotzdem nicht für mich funktionierten.

00:01:02: Und verstehe mich hier bitte nicht falsch, alles was Menschen hilft aus der Alkoholfalle herauszukommen hat meine größte Achtung wirklich!

00:01:14: Aber ich möchte heute ehrlich sagen warum dieser Weg für mich einfach nicht gepasst hat und warum aus genau diesem Spannungsfeld später etwas ganz anderes entstanden ist.

00:01:28: Brustlos glücklich!

00:01:30: Diese Podcastfolge wird vor allem sehr wichtig für dich, wenn du keinen Alkohol mehr willst aber noch nicht weißt wie dein Leben ohne ihn eigentlich aussehen soll.

00:01:43: Denn genau da beginnt für mich die eigentliche Reise Nicht nur weg vom Alkohl sondern hin zu einem neuen Leben.

00:01:56: Als ich zum ersten Mal zu den anonymen Alkoholikern ging, war ich schon länger als zwei Jahre ohne Alkohl.

00:02:03: Ich dachte mir damals einfach – ich schau mir das mal an!

00:02:07: Ich stand nicht kurz vor einem Rückfall oder so.

00:02:11: Es war ja neugier.

00:02:13: Ich wollte verstehen wie diese Treffen sind, wie die Menschen dort denken und ob das vielleicht auch etwas für mich sein könnte?

00:02:24: Und ich will ehrlich sein, am Anfang fand ich diese Treffen ganz in Ordnung.

00:02:29: Da war etwas Echtes, etwas Menschliches, etwas Unverstelltes.

00:02:36: Man saß zusammen, las aus dem sogenannten blauen Buch vor das ja schon vor vielen Jahrzehnten geschrieben wurde und danach erzählte jeder etwas zu dem Abschnitt der gerade gelesen worden war.

00:02:52: Jeder las ungefähr eine halbe Seite vor und dann kamen die Geschichten.

00:02:58: Geschichten aus der Vergangenheit, aus den dunklen Jahren, Aus dem Absturz, aus der Scham, aus dem Chaos das Alkohol im Leben angerichtet hatte.

00:03:12: Auch ich habe dort natürlich eine Geschichte erzählt Die Geschichte von meinem Autonfall mit siebzehn Jahren Betrunken ohne Führerschein mit dem Auto eines Freundes.

00:03:26: Ich kam von der Fahrbahn ab, war nicht angeschnallt.

00:03:30: das Auto überschlug sich flog eine Böschung hinunter und krachte gegen einen Baum.

00:03:38: in neunundneutzig von hundert Fällen ist das Leben in so einem Moment vorbei meins aber ging auf wunderschame Weise weiter um.

00:03:49: solche Geschichten gab es dort viele.

00:03:52: Jeder hatte etwas, das ihn durch den Alkohol in die Dunkelheit getrieben hat.

00:03:59: Aber dann kam immer wieder dieser eine Moment mit dem ich innerlich nicht wirklich warm wurde.

00:04:07: Der Moment, in dem ich sagen musste Hallo mein Name ist Eduardo und Ich bin Alkohliker.

00:04:16: Genau da spürte ich einen inneren Widerstand, nicht wegen Ablehnung oder weil ich mich für etwas Besseres hielt.

00:04:23: Nein!

00:04:24: Sondern weil ich tiefe mir wusste das bin ich nicht mehr.

00:04:28: oder genau noch.

00:04:30: so will ich mich heute nicht mehr definieren.

00:04:34: Es stimmt zwar Ich hatte früher viel zu viel getrunken, ganze sieben und dreißig Jahre lang.

00:04:39: Aber nach zwei Jahren ohne einen Tropfen Alkohol fühlte es sich für mich einfach nicht mehr richtig an als würde ich damit immer wieder sagen das hier ist mein Titel, das hier meine Identität Das hier das bin ich.

00:04:56: Und genau das hat etwas in mir ausgelöst dass ich damals noch nicht ganz begreifen konnte.

00:05:04: Bei einem dieser Treffen saß dort übrigens auch ein Amerikaner.

00:05:09: Ich schätzte, er war so um die seventy-fünf Jahre alt – ein freundlicher Mann!

00:05:15: Ruhig offen und er erzählte seine Geschichte.

00:05:21: Er sagte dass er eines abends losgezogen sei und drei Tage später mit einem blauen Auge in einer Gefängniszelle wieder aufgewacht ist weil er in einer Kneipe randaliert hatte.

00:05:36: Aber was mir da am meisten an seiner Geschichte hängigeblieben ist, war Folgendes... Ich fragte ihn wie lange ich den schon nichts mehr trinke und er sagte seit vierzig Jahren!

00:05:52: ...jahre vier Jahrzehnte ohne Alkohol.

00:05:56: und trotzdem saß er dort und sagte immer noch Mein Name isst und ich bin Alkohliker.

00:06:03: Und ich merkte, wie mich genau das innerlich nicht losließ.

00:06:08: Ich hatte Respekt vor ihm, weil vierzig Jahre nichts zu trinken – das ist schon gewaltig!

00:06:14: Aber gleichzeitig stellte sich in mir eine Frage….

00:06:19: Was macht es mit einem Menschen?

00:06:22: Wenn er sich noch nach vierzig Jahren über seine dunkelste Vergangenheit definiert ….

00:06:28: was macht das mit seinem Selbstbild ?

00:06:31: Mit seiner Seele Mit seinem Blick auf sich selbst.

00:06:36: Natürlich hatte dieser Mann damals ein schwerwiegendes Alkoholproblem, aber war das wirklich heute noch seine Identität nach vierzeig Jahren?

00:06:49: Das wäre ja so als würde ich sagen mein Name ist Eduardo und Ich bin Schüler weil ich vor vierzig Jahren eben Schüler war.

00:06:59: Aber das Leben hey das geht doch weiter.

00:07:03: Wir entwickeln uns doch.

00:07:05: Wir verändern uns ständig, wir wachsen und auch dieser Mann hat sich in vierzig Jahren bestimmt weiterentwickelt natürlich!

00:07:14: Er war doch nicht nur diese eine Absturz, diese eine Nacht, diese Eine Gefängniszelle aber genau das schien dort immer wieder im Mittelpunkt zu stehen.

00:07:26: Ich traf ihn dann später auch bei weiteren Treffen Und er erzählte immer wieder dieselbe Geschichte.

00:07:34: Ich will das gar nicht bewerten, wirklich nicht!

00:07:39: Aber etwas hat mich daran irritiert und ich glaube, dass war der Moment in dem ich zum ersten Mal gespürt habe, dass mein eigener Weg ein anderes sein musste... Aber bevor ich jetzt weitergehe, muss sich eins wirklich klarstellen.

00:07:57: Ich bin wirklich froh dass es die anonymen Alkoholiker gibt!

00:08:01: Denn sie helfen weltweit sehr viele Menschen.

00:08:06: Sie geben Halt, sie geben Struktur und Gemeinschaft.

00:08:12: Und gerade wenn ein Mensch ganz unten ist Wenn alles wackelt Wenn er nicht weiß wie er überhaupt den nächsten Tag überstehen soll, dann kann genauso ein Raum unglaublich wertvoll sein.

00:08:29: Und alles was Menschen hilft vom Alkohol loszukommen und nüchtern zu bleiben hat meinen größten Respekt – Alles!

00:08:39: Darum ist dieses Video keine Abwertung der anonymen Alkooliker überhaupt nicht Denn ich sehe absolut warum das für viele funktioniert.

00:08:52: Doch trotzdem habe ich persönlich irgendwann gemerkt, dass mein Weg ein anderer sein wird und genau darüber spreche ich jetzt mit dir.

00:09:03: Denn ich war damals zwar schon vor zwei Jahren endlich aus der Alkoholfalle entkommen aber innerlich!

00:09:12: War ich immer noch ziemlich verloren?

00:09:14: Ich wusste nicht wie mein Leben eigentlich weitergehen soll.

00:09:20: Beruflich sah Keine klare Zukunft.

00:09:25: Ich war schon über fünfzig Jahre alt, ich bin zwar seit vielen Jahren ausgebildeter Coach und habe es immer geliebt Menschen dabei zu helfen ihrem Leben eine neue positive Richtung zu geben.

00:09:40: nur fand das lange Zeit eher im privaten Rahmen statt Und ChatGPD sorgte schon damals dafür dass mein Nebenjob als Werbetexter immer weniger gefragt Und selbst meinen Hauptberuf als Autor konnte plötzlich jeder ausüben, der ein wenig Ahnung von KI hatte.

00:10:01: Ich war also lost und zwar ziemlich lost!

00:10:06: Und genau in dieser Phase hätte ich etwas gebraucht das mir Richtung gibt einen Blick nach vorn einen Gedanken für den es sich lohnt nüchtern zu bleiben eine Idee davon zu wem ich an diesem Punkt überhaupt noch werden könnte.

00:10:25: und genau das habe ich dort nicht gefunden.

00:10:29: Bei den anonymen Alkoholikern bekam ich für meine Zukunft keine Richtung, geblickte nicht nach vorne auf Träume, auf Ziele, nicht auf Möglichkeiten, nicht die Frage wie das Leben jetzt weitergehen kann ohne Alkohl.

00:10:48: Wir blicken immer wieder zurück?

00:10:51: Auf die Scham, auf die Vergangenheit.

00:10:55: Auf alte Geschichten!

00:10:57: Auf das was bereits gewesen ist.

00:11:00: Aber wir können unsere Vergangenheid doch nicht ungeschehen machen.

00:11:05: Nein ich konnte den Autounfall mit siebzehn nicht löschen.

00:11:11: Ich konnte nicht all die Exzesse und Dummheiten rückgängig machen Denn dass alles war ja bereits passiert.

00:11:20: Aber ich wollte doch wissen, was jetzt noch möglich ist.

00:11:24: Ich wollte wissen wohin ich mein Leben von hier aus noch bewegen kann?

00:11:31: Ich wollte nicht für immer nur der Mann sein, der einmal ein Alkoholproblem hatte!

00:11:39: Ich wollte herausfinden wer ich ohne Alkohl eigentlich sein kann und aus diesem Wunsch heraus ist mir etwas bewusst geworden.

00:11:50: Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen einem Blick in den Rückspiegel und ein Blick auf einen Leuchtturm.

00:12:01: Der Rückspiegel zeigt dir, was hinter dir liegt.

00:12:05: Ja das kann wichtig sein aber er zeigt dir nicht wohin du fahren sollst.

00:12:11: Und genau das hat mir dort gefehlt!

00:12:13: Ein Leuchtturm, ein Bild davon wie mein Leben ohne Alkohol jetzt weitergehen kann Denn es reicht nicht, nur aufzuhören zu trinken.

00:12:25: Ich musste auch wissen wofür ich jetzt lebe und genau das ist für viele Menschen eine Sackgasse!

00:12:34: Sie schaffen es zwar den Alkohol loszulassen aber sie finden noch nicht worauf sie jetzt zugehen sollen.

00:12:43: Alles was bleibt ist ein Lehrerraum, ein Vakuum in dem der Alkohl weg ist Aber die Richtung noch fehlt und genau daraus sollte etwas später dann broslos glücklich entstehen.

00:12:57: Ich saß damals an der Idee zu einem Buch über mein Leben mit Alkohol, und über das was ich auf diesem Weg ohne Alkohl für mich erkannt hatte.

00:13:09: Und ich dachte natürlich, ich kündige dieses Buch einfach auf meiner Facebookseite an so wie ich das mit meinen anderen Büchern auch immer gemacht habe.

00:13:20: Ich habe dort einige tausend Follower, Menschen die meine Gremis gelesen haben, meine satäre Romane, meine Autobiografien, Menschen, die meine Bücher über Jahre begleitet haben und wenn ich früher ein neues Buch angekündigt habe dann bekam so einen Beitrag in der Regel mehrere hundert Likes.

00:13:45: Aber als ich dann dieses Buch überall geholt und den Verzicht darauf angekündigt habe, passierte fast nichts.

00:13:55: Gefühlt drei Likes!

00:13:59: Das Thema interessierte meine bisherige Leserschaft praktisch null.

00:14:03: aber das war für mich ein wichtiger Moment weil ich plötzlich verstanden habe okay wenn ich über dieses Thema wirklich menschenreichen will Dann brauche ich eine andere Gemeinschaft, eine andere Resonanz.

00:14:21: Menschen die dieses Thema nicht nur theoretisch interessant finden sondern für die es wirklich um ihr Leben geht.

00:14:30: Währenddich also an dem Buch schrieb haben Natalie und ich parallel damit begonnen unsere Communitys aufzubauen zuerst auf Facebook dann auf Telegram.

00:14:41: Zusätzlich haben wir angefangen jede Woche ein Video zum Thema Alkohol und nüchternes Leben zu veröffentlichen.

00:14:51: Wir hatten keinen großartigen Plan, aber wir haben gespürt – da ist ein echter Bedarf!

00:14:59: Da draußen sind Menschen die sich nach Austauschsehnen, Nach Offenheit, nach einer Gemeinschaft in der sie verstanden werden Und daraus ist dann langsam eine Community gewachsen Weil Menschen sich dort wiedergefunden haben.

00:15:19: Weil sie gespürt haben, hey da bin ich mit meinem Thema nicht allein!

00:15:25: Weil Sie in unseren Räumen endlich offen über ein Thema sprechen konnten, über das Sie aus Scham bisher geschwiegen hatten.

00:15:35: Weil Sie angefangen haben, sich gegenseitig Kraft zu geben, sich Halt zu geben sich offen und ehrlich zu zeigen.

00:15:46: Darum glauben wir auch bei Brotlos glücklich ganz fest daran, dass Gemeinschaft trickt!

00:15:55: Und ich glaube das genau das eine der schulsten Parallelen ist.

00:16:01: Genau wie die anonymen Alkoholiker isst auch brotlos-glücklich eine Gemeinsschaft nur mit einer etwas anderen Sprache Mit einer etwas anderen Richtung.

00:16:15: Mit einem anderem Blick auf das, was vor uns liegt und vielleicht auch in einer Form die mehr in unsere heutige Zeit passt denn die Zeiten haben sich ja verändert.

00:16:27: Menschen tauschen sich nicht nur in Kellerräumen oder Gemeindeseelen aus sie suchen HALT!

00:16:36: Auch auf Facebook Auf Telegram in Videocalls, in Sprachnachrichten.

00:16:44: In einer Form von Gemeinschaft die sie auch dann begleitet wenn Sie gerade allein in Ihrer Wohnung sitzen.

00:16:53: das ist weder oberflächlich noch weniger wertvoll.

00:16:58: im Gegenteil es ist einfach eine moderne Form von Verbindung Eine Gemeinsschaft Gedanken der gegenseitigen Unterstützung in unsere moderne heutige Zeit überträgt.

00:17:15: und wenn du spürst, dass dir genau so ein Austausch auf deinem Weg gut tun würde dann lade ich dich herzlich ein Teil unserer Communities zu werden.

00:17:27: Die Links zu unseren Gemeinschaften auf Facebook oder Telegram findest Du unten in der Beschreibung.

00:17:36: Für mich liegt genau da der größte Unterschied.

00:17:40: Bei den anonymen Alkoholikern sagt man, ich bin Alkohliker.

00:17:45: Man spricht von trockenen Alkholikern, von Alkholebhängigkeit, von Krankheit, vom Rückfall und von Vergangenheit Ja!

00:17:56: Und ich verstehe warum das dazu ist.

00:17:59: Ich verstehe auch dass diese Sprache für viele Menschen etwas... Ehrliches hat.

00:18:07: Etwas, das sie vor Selbstbetrug schützt.

00:18:10: aber für mich hat diese Sprache auf Dauer einfach nicht funktioniert weil sie mich innerlich immer wieder zurückgezogen hat.

00:18:20: Zurück in meine dunkelsten Kapitel zurück in mein altes Ich zurück in ein Bild von mir dass immer noch vom Mangel lebte Von der Schwäche von der Vergangenheit von dem, was einmal kaputt war.

00:18:39: Aber wenn du lange genug so mit dir sprichst dann bemerkst du etwas.

00:18:45: eine Sprache macht etwas mit uns.

00:18:48: sie ist nicht neutral.

00:18:51: Wenn ich mich immer wieder über meine dunkelsten Jahre definiere da mach das psychisch etwas mit mir.

00:19:00: Wenn ich mich nach zwei Jahren, nach fünf jahren, nach zehn jahren ja sogar nach dreißig jahren immer noch zuerst über das definiere was mich einmal zerstört hat dann bleibt ein teil vor mir innerlich genau dort stehen.

00:19:20: und genau dass wollte ich nicht.

00:19:24: Ich wollte mich nicht länger als das bezeichnen was in meiner schwersten Zeit war.

00:19:31: Ich wollte mich nicht weiter als trockenen Alkoholiker sehen, ich wollte mich nie als ehemals alkoholabhängig bezeichnen!

00:19:42: Ich wollte mir nicht weiter über Krankheit oder Schwäche oder alte Abstürze definieren.

00:19:49: was ich wollte war eine neue Sprache die mich nicht kleiner macht sondern mich innerlich aufrichtet.

00:19:57: Eine Sprache, die nicht nur benennt wovon ich weg will sondern auch wofür ich lebe und wohin ich jetzt wirklich will.

00:20:09: Genau darin liegt für mich auch die Kraft des Coachings Und genau daraus ist die Haltung bei Brustlos glücklich entstanden.

00:20:19: Bei uns sind wir keine trockenen Alkoholiker, wir sind keine ehemaligen Alkohlabhängigen, Wir sind nicht für immer alkoholkrankt!

00:20:29: Wir sind jetzt frei, wir leben jetzt gesund und wir sind jetzt brusselos glücklich.

00:20:35: Ich weiß dass manche Menschen bei solchen Sätzen zusammenzucken weil sie denken dass sei toxisch positiv.

00:20:45: Aber für mich ist das keine Schuhe fürerei, es ist eine Entscheidung.

00:20:50: Eine bewusste Entscheidung, mich nicht länger über das zu definieren was mich einmal im Griff hatte sondern über das wohin ich heute gehe.

00:21:04: denn auch das Gegenteil ist wahr.

00:21:07: Eine Sprache die nach vorne weist macht psychisch auch etwas mit uns.

00:21:13: Sie stärkt uns anders, sie gibt uns nicht nur Ehrlichkeit sondern auch Würde Richtung Aufrichtung Selbstachtung.

00:21:24: und genau deshalb ist Brosslos glücklich für mich viel mehr als nur ein Name.

00:21:30: Es ist eine Haltung Eine innere Entscheidung Nicht mir nur zu sagen Ich bin das was mich einmal zerstört hat, was mich einmal kaputt gemacht hat.

00:21:44: Sondern zu sagen ich bin heute frei!

00:21:47: Ich bin heute klar und auf dem Weg in ein neues Leben.

00:21:52: Aber vielleicht klingt das alles jetzt noch ein bisschen theoretisch?

00:21:57: Darum möchte ich dir an dieser Stelle etwas zeigen dass wir auch in unserer dreißig Tage Alkoholfreitschallenge mit den Teilnehmenden machen.

00:22:08: eine ganz einfache Übung Aber eine, bei der du sofort spüren kannst das Haltung etwas mit uns macht.

00:22:19: Wenn du magst, mach sie jetzt direkt mit mir zusammen.

00:22:23: Lass einmal deine Kopf sinken.

00:22:26: Zieh die Schultern ein wenig nach vorne.

00:22:29: Mach dich klein!

00:22:31: Schau eher nach unten.

00:22:33: und jetzt sprich ich mir mit trauriger Monotona Stimme diese Sätze Ich verdiene ein gutes Leben und alles wovon ich träume.

00:23:12: und ich glaube an mich.

00:23:16: Und dann spüre mal kurz hin, wie fühlen sich diese Sätze in dieser Haltung an?

00:23:23: Jetzt macht das Gegenteil!

00:23:25: Rechte dich auf gerade rücken, Schultern zurück Kopf hoch Brust offen Heb ruhig auch die Arme ein wenig an wenn du willst.

00:23:35: und jetzt spreche dieselben Sätze noch einmal in dieser Position Ich verdiene ein gutes Leben Alles, wovon ich träume.

00:23:46: Ich bin stark und ich glaube an

00:23:48: mich.".

00:23:51: Und jetzt halt deine Momente in dem und fühle dich hier rein ob du einen Unterschied merkst.

00:23:57: Natürlich macht Körperhaltung nicht alles aus natürlich löst seine Übung nicht dein ganzes Leben und doch verändert sie etwas.

00:24:08: und genau darum geht es mir.

00:24:12: Eine positive Grundhaltung ist keine Esoterik.

00:24:16: Sie ist ein psychologischer Unterschied, es macht etwas mit uns.

00:24:22: Ob wir in uns zusammensackten oder uns innerlich aufrichten – es macht was mit uns!

00:24:31: Ob wir uns ständig klein, krank und beschädigt reden oder ob wir weg sind uns wieder mit Würde, Kraft und Richtung zu begegnen.

00:24:42: Und genau deshalb ist für mich die Sprache, die Haltung und auch die innere Ausrichtung so entscheidend für unseren Weg – weil sie eben nicht nur Worte sind sondern etwas das mit unserem Nervensystem, mit unserem Selbstbild und mit unserer Stabilität auf diesem Weg Wirklich etwas macht.

00:25:09: Deshalb ist Brustlos glücklich für mich eine Bewegung und das Wort Bewegung ist mir dabei sehr wichtig, denn Bewegung heißt nicht stehen bleiben!

00:25:21: Nicht innerlich erstarren!

00:25:24: Nicht im vergangenen Fest frieren!

00:25:28: Nicht jeden Tag nur wiederholen was einmal war sondern in Bewegung bleiben Weitergehen, sich entwickeln auf etwas zu gehen.

00:25:41: Denn ich glaube genau das ist für ein nüfternes Leben so entscheidend!

00:25:46: Es reicht oft nicht nur mit dem Alkohol aufzuhören wir müssen auch anfangen uns neu auszurichten.

00:25:57: Wir müssen uns fragen wohin will ich eigentlich?

00:26:02: Was will ich aus diesem leben noch machen?

00:26:06: Was ist es wert, dass ich morgens klar aufwache und mich abends nicht mehr betäuben muss?

00:26:13: Denn wenn da nichts isst worauf wir zugehen können dann wird der Sog nach hinten oft wieder stärker.

00:26:22: Dann bleibt Nüchternheit ein Kampf Ein Verzicht Ein Aushalten Aber Wenn Bewegung hineinkommt Wenn Richtung hinein kommt Wenn Sinn hineinkommt verändert sich etwas, dann geht es nicht mehr nur darum vom Alkohol irgendwie wegzukommen.

00:26:43: Dann geht es darum in ein neues Leben hineinzuwachsen.

00:26:47: und genau deshalb brauchen wir auf diesem Weg nicht nur Ehrlichkeit über das was hinter uns liegt.

00:26:56: Wir brauchen auch etwas vor uns!

00:27:00: Und damit bin ich bei einem Bild dass für mich auf diesen Weg ganz wichtig geworden ist dem Leuchtturm.

00:27:08: Stell dir einmal vor, du bist aus einem Gefängnis ausgebrochen, denn ganz ehrlich genau das ist Alkohol ja für viele Menschen ein Gefängnis.

00:27:18: und jetzt stell dir vor dieses Gefängnes steht auf einer Insel und ist umgeben von Wasser!

00:27:26: Du bist zwar ausgebrochene zum ersten mal bis zu draußen die Werte schlafen du konntest die Tür aufbrechen du hast es geschafft Aber es ist Nacht, es ist kalt und es ist dunkel.

00:27:41: Das Meer ist unruhig da sind Wellen, da ist Strömung, da isst Angst.

00:27:46: und du weißt!

00:27:48: Ich muss jetzt schwimmen?

00:27:49: Ich muss weg von dieser Insel.

00:27:52: Weg vom Gefängnis ja aber wohin

00:27:54: denn?!

00:27:55: Genau das ist der Punkt.

00:27:58: Wenn Du in dieser Dunkelheit kein Licht hast Keinen Orientierungspunkt keinen Leuchtturm auf den Du zuschwemmen kannst Dann passiert oft etwas sehr Menschliches.

00:28:12: Du bekommst Angst vor der Tiefe, vor der Kälte, vor dem Unbekannten, vor den was da draußen lauern könnte.

00:28:21: Was machst du dann?

00:28:24: Ich sage es dir!

00:28:26: Obwohl du ganz genau weißt dass das Gefängnis kein guter Ort für dich war schwimmst du wieder zurück Weil das Alter dir für einen Moment bekannter vorkommt als die unbekannte Freiheit.

00:28:41: Und genau so erlebe ich das auch bei vielen Menschen auf dem Weg ohne Alkohol.

00:28:49: Sie brechen zwar aus, sie hören auf... ...sie schaffen es ein paar Tage, ein paar Wochen vielleicht sogar ein paar Monate aber dann kommt die Dunkelheit!

00:29:00: Die Unsicherheit?

00:29:01: Die Lehre?

00:29:05: Und was jetzt?

00:29:06: Und wenn dann kein Leuchtturm da ist, kein Bild davon wofür sich dieser Weg eigentlich lohnt.

00:29:14: Ja, dann kehren viele wieder um und genau deshalb ist dieser Leuchthurm für mich so wichtig!

00:29:22: Denn auf etwas zugehen macht es viel leichter von etwas wegzugehen.

00:29:29: Das ist für mich ein Schlüsselgedanke.

00:29:33: Wenn ich nur versuche vom Alkohol wegzukommen, dann kämpfe ich die ganze Zeit gegen etwas.

00:29:40: Aber wenn ich auf etwas zugehe, dann ziehe ich mich nicht nur von der Dunkelheit weg!

00:29:48: Dann werde ich auch von einem Licht gerufen.

00:29:51: und dieser Leuchtum muss nicht für jeden gleich aussehen im Gegenteil.

00:29:57: Für den einen ist es ein alter Traum den er viel zu lange vor sich hergeschoben hat, für die andere ein neues Ziel oder eine berufliche neue Orientierung.

00:30:09: Ein Umzug, ein neues Hobby und ein neues Projekt oder einfach ein neues Bild von sich selbst Hauptsache etwas das Größer ist als das nächste Glas Und ich sehe das immer wieder bei meiner Arbeit.

00:30:26: Die Menschen, die wirklich bereit sind Nicht nur mit dem Trinken aufzuhören, sondern auch ihr Leben neu auszurichten.

00:30:36: Die bleiben meist stabiler sie finden eine neue Richtung und das gibt ihnen etwas wofür sich lohnt nüchtern zu bleiben.

00:30:47: aber die anderen denen das noch nicht gelingt die kämpfen sich oft von Rückfall zurück fall.

00:30:56: dabei sind Sie nicht schwächer.

00:30:58: Sie wissen bloß noch nicht, worauf sie ohne Alkohol eigentlich zugehen wollen.

00:31:06: Und dann wird Nüchternheit leicht zu etwas das nur verzicht ist und das trägt auf Dauer die wenigsten.

00:31:16: Deshalb lautet die entscheidende Frage nicht wie höre ich aufzudrinken sondern wofür will ich eigentlich nüchters sein?

00:31:28: Was soll in meinem Leben wieder Platz bekommen, wenn der Alkohol nicht mehr alles besetzt?

00:31:35: Mein eigener Leuchtturm ist heute ganz klar postlos glücklich.

00:31:39: Diese ganze Bewegung die Community, die Videos, die Programme das Mentoring Das gemeinsame Aufbauen mit Natalie all das ist für mich nicht nur Arbeit es ist zu einem Lebenssinn geworden und ich spüre ganz klar wie sehr genau dass auch mich selbst stabil auf diesem Weg hält, denn wenn ich heute in einem einzigen schwach Moment wieder anfangen würde zu trinken, dann stelle dir vor.

00:32:11: Dann würde ich nicht nur mir selbst schaden – Ich würde all das gefährden was Natalie und ich mit so viel Herzblut aufgebaut haben!

00:32:21: Ich würde meine Glaubwürdigkeit verlieren Ich würde viele Menschen enttäuschen, die sich an diesem Weg orientieren und ich weiß auch was viele Menschen dann denken würden.

00:32:34: Sie würden sagen siehst du?

00:32:36: Nicht mal dieser Eduardo aus diesen Videos hat es geschafft dauerhaft nüchtern zu bleiben.

00:32:42: also warum sollte es mir gelingen!

00:32:44: Und genau das macht mir nicht Angst im Sinne von Druck aber es macht mir schon bewusst wie viel Bedeutung dieses neue Leben für mich heute hat.

00:32:56: und vielleicht ist genau das aktuell auch dein Thema.

00:33:00: Du weißt zwar, dass Alkohol nicht die Lösung ist aber du hast deinen eigenen Leuchtturm noch nicht gefunden.

00:33:09: Und genau an dem Punkt kann meine Begleitung unglaublich wertvoll sein Denn manchmal sehen wir die eigene Richtung nicht weil wir einfach zu nah dran sind oder vielleicht so müde Solange nur im Überlebensmodus gewesen sind.

00:33:27: und genau dafür gibt es mein persönliches Mentoring.

00:33:32: Ich werde dir dort nichts sagen, wie du leben sollst aber wir werden gemeinsam auf dein Leben schauen.

00:33:41: Auf deine Situation!

00:33:43: Auf das was dich blockiert?

00:33:45: Auf das...was dich

00:33:46: ruft?!

00:33:48: Auf dass was vielleicht schon lange in dir da ist aber noch keinen klaren Namen hat.

00:33:53: Ich stelle dir dort die Fragen, die man sich allein oft nicht stellt.

00:33:58: Und Schritt für Schritt finden wir gemeinsam heraus wo deine neue Richtung liegt und was dein Leuchtturm sein kann!

00:34:08: Wenn du also spürst dass du deinen Weg nicht nur nüchtern sondern auch bewusst neu gestalten willst dann findest Du den Link zu meinem persönlichen Mentoring ganz oben in der Beschreibung.

00:34:23: Wenn dich diese Folge heute berührt hat, dann abonniere gerne unseren Podcast.

00:34:29: Hier erwarten Dich jede Woche neue Gedanken – ehrliche Impulse und Gespräche auf Augenhöhe rund um das Thema Alkohol und den Weg in ein freies, klares Leben!

00:34:44: Nicht von oben herab nicht belehrend sondern ehrlich menschlich der selbst sieben und dreißig Jahre lang viel zuviel getrunken hat.

00:34:58: Und heute seit über vier Jahren postlos glücklich lebt!

00:35:03: Ich teile diesen Weg mit dir, weil ich weiß wie schwer er manchmal sein kann – und weil ich dir zeigen möchte dass ein anderes Leben möglich ist.

00:35:14: Ein Leben mit mehr Klarheit, mehr Ruhe, mehr Würde.

00:35:20: also Lass uns gemeinsam die Handbremse des Lebens lösen und endlich das Leben führen, dass wir schon immer führen wollten bevor der Alkohol schleichend die Kontrolle übernommen hat.

00:35:36: Vielleicht hören wir uns ja schon in der nächsten Folge wieder!

00:35:40: Bis dahin wünsche ich dir einen Brustlos glücklichen Tag, dein Eduardo & das Brustlossglücklich Team.

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