Trinke ich zu viel Alkohol? 9 Warnzeichen, die du kennen solltest

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🎙️ In dieser Folge spreche ich über neun Warnzeichen, die darauf hindeuten können, dass Alkohol bereits mehr Einfluss auf dein Leben hat, als dir bewusst ist.

Du erfährst:

💛 woran du erste Warnsignale erkennen kannst 💛 warum Kontrolle oft schleichend verloren geht 💛 weshalb Alkohol Gefühle betäuben kann 💛 wie Heimlichkeit und Rückzug entstehen 💛 warum Ehrlichkeit der erste Schritt in die Freiheit ist 💛 und wie du frühzeitig gegensteuern kannst

Transkript anzeigen

00:00:00: In dieser Podcast-Folge schauen wir auf neuen Warnzeichen, dass Alkohol in deinem Leben vielleicht schon mehr Raum einnimmt als du dir vielleicht eingestehen möchtest.

00:00:14: Ich habe in siebenunddreißig Jahren gefühlt einen ganzen Bodenseer voll Alkohl leer gesoffen und hätte ich diese Zeichen früher erkannt während es viele Badewannen weniger geworden.

00:00:29: Je mehr dieser neuen Bahnzeichen auf dich zutreffen, desto weniger solltest du sie kleinreden nicht um dir Angst zu machen sondern damit du ehrlich erkennen kannst wie nah du dem Abgrund vielleicht schon gekommen bist.

00:00:49: Vielleicht treffen mehrere Punkte genau ins Schwarze dann verurteile dich nicht dafür.

00:00:57: Siehe es lieber Als Wegruf!

00:01:00: Am Ende dieses Videos wirst du klar sehen, welchen Platz Alkohol in deinem Leben wirklich hat.

00:01:09: Und falls ihr uns noch nicht kennen solltet, mein Name ist Eduardo Freundlinger.

00:01:14: Gemeinsam mit meiner Frau Natalie habe ich bruschlos glücklich gegründet – eine Community von Menschen die sich für ein Leben ohne Alkohl entschieden haben.

00:01:28: Und jetzt schauen wir uns das erste Wahnzeichen an.

00:01:33: Von diesem ersten Wahn Zeichen hören wir in unserer Community besonders oft!

00:01:40: Für viele ist es der Moment, in dem sie zum ersten Mal wirklich erkennen.

00:01:47: vielleicht habe ich den Alkohol doch nicht so gut unter Kontrolle wie ich immer dachte mich eingeschlossen.

00:01:55: Das erste Wahnsignal lautet Du brichst Versprechen und ich meine damit nicht zuerst die Versprechen, die du anderen gibst sondern die du dir selbst gibst.

00:02:10: Ich erinnere mich noch genau an einen Wochenend Segeltrip mit Freunden.

00:02:17: schon am ersten Tag übertrieb ich es so sehr dass ich mein eigenes Gesicht am nächsten Tag im Spiegel kaum wieder erkannte.

00:02:26: also tat ich etwas Was ein verkaterter Mensch in solchen Momenten gerne tut.

00:02:32: Ich schwor mir ab, jetzt trinke ich eine Weile nichts mehr.

00:02:38: Kurz danach segelten wir weiter.

00:02:41: Es war ein wunderschöner Tag.

00:02:43: Die Sonne schien Der Wind fühlte sich herrlich auf der Haut an Und schon nach dem Frühstück meldete sich diese Stimme Jetzt ein kühles Bier.

00:02:56: Es ist doch Sonntag, du bist mit deinen besten Freunden segeln.

00:03:02: Du kannst dir auch morgen noch aufhören zu trinken!

00:03:06: Eine Weile lang konnte ich sie ignorieren Aber diese Stimme ist verdammt überzeugend Und irgendwann griff ich zum Bier.

00:03:14: Ich drank bis in die Nacht Zum zweiten Tag infolge und endete schließlich Im Wachkoma in einem Hafenrestaurant so betrunken dass ich mitten in meinem eigenen Satz einschlief und ein Freund mich zurück zum Boot schleppen musste.

00:03:33: Vielleicht endet dein gebrochenes Versprechen nicht schnarchend in einem Schittenhafen-Restaurant, aber die entscheidende Frage bleibt – wenn du dir vornimmst weniger zu trinken eine Pause zu machen oder ganz aufzuhören hältst du dich daran?

00:03:56: Achtet dabei nicht nur darauf, ob du dein Versprechen brichst sondern auch darauf wie schnell.

00:04:03: Wenn aus diesem Monat nicht nach zwei Wochen doch wieder ein Glas wird solltest Du genauer hinschauen.

00:04:12: wenn aus diese Woche nicht Nach zwei Tagen wieder alkohol wird dann wird das Wahnsignal schon deutlicher und wenn du dir morgens um sieben schwürst heute nichts zu trinken und um sechs Uhr abends wieder zur Flasche greifst, dann geht es längst nicht mehr nur um einen Ausrutscher.

00:04:34: Dann zeigt dir dein eigenes Verhalten das Alkohol bereits mehr macht hat als du ihm zugestehen möchtest.

00:04:41: Solange du sagst ich könnte jederzeit aufhören wenn ich wollte bleibt dass eine Behauptung erst wenn du es wirklich versuchst.

00:04:53: da kennst du wie viel Kontrolle Du tatsächlich noch hast, frag dich deshalb ganz ehrlich.

00:05:00: Wann hast du dir zuletzt vorgenommen weniger oder gar nichts zu trinken und wie lange hat dieses Versprechen gehalten?

00:05:10: Wochen, Tage oder nur ein paar Stunden?

00:05:15: Deine ehrliche Antwort kann darauf ein klares erstes Wahrzeichen sein – und damit kommen wir zum zweiten!

00:05:25: Das zweite Warnsignal läuft komplett in deinem Kopf ab.

00:05:30: Niemand bekommt es mit, nicht deinen Partner, nicht deine Freunde und dein Arzt schon gar nicht!

00:05:38: Aber selbst erkennst du es sehr genau – diese ständigen inneren Verhandlungen.

00:05:46: Ich erinnere mich noch an einen meiner genialen Schwüre nur ein Glas am Tag.

00:05:53: Am ersten Tag nahm ich Ein kleines Weinglas, ein Achterl.

00:05:58: Am zweiten Tag schon ein größeres, ein Viertel Liter.

00:06:03: und am dritten Tag holte ich das grösste Weinglass aus dem Schrank und füllte es randvoll.

00:06:11: Perpasste fast die ganze Flasche hinein aber ich hatte mein Versprechen gehalten nur ein Glas Nichts war leichter als mich beim Alkohol selbst zu fargen.

00:06:24: glaubt mir das?

00:06:25: Diese Stimme in dir klingt nämlich vernünftig, als hätte sie alles unter Kontrolle.

00:06:31: Sie sagt heute darfst du aber morgen nicht nur zwei Gliese aber keinen Schnaps.

00:06:39: Nur am Wochenende Aber nicht unter der Woche.

00:06:44: und genau darin liegt das Wahnsignal.

00:06:47: Du verhandelst plötzlich über etwas dass in deinem Leben längst einen Machtkampf ausgelöst hat.

00:06:56: Weil mal ehrlich, verhandelst du jeden Morgen mit dir darüber ob du einen Kaffee trinken darfst?

00:07:03: Überlegst du eine halbe Stunde ob du heute noch ein drittes Glas Wasser trinken kannst.

00:07:10: Ob das in Ordnung ist oder wie viele Seiten du in einem Buch lesen darfst natürlich nicht aber beim Alkohol läuft in deinem Kopf manchmal eine komplette Gerichtsverhandlung.

00:07:25: Du bist der Anwalt, der für das Trinken plädiert.

00:07:29: Du bist Der Richter, der es erlaubt und der Dämon-Alkohol sitzt zufrieden im Zuschauerraum und schaut dir dabei zu wie du dich selbst freisprichst!

00:07:41: Wenn du ständig Regeln aufsstellst, Ausnahmen suchst und Gründe findest worum es heute doch in Ordnung ist dann nimm dieses Warnzeichen ernst denn unter uns Der Dämon Alkohol gewinnt fast jede Verhandlung, zu der du ihn überhaupt einlädst.

00:08:02: Beim dritten Wahnsignal ist Alkohl längst nicht mehr nur ein Genussmittel – er wird zu einem Werkzeug, zu einem Schalldämpfer!

00:08:14: Ich habe jahrelang aus Langeweile getrunken.

00:08:18: ich war Single meine Freunde wohnten weit entfernt und ich erlebte allein in einem großen Haus voller Erinnerungen.

00:08:29: Am Vormittag erledigte ich ein paar Dinge, ich schrieb ein paar Seiten in meinem neuen Buch und am Nachmittag begann ich zu trinken oft bis tief in die Nacht hinein einfach weil ich nicht wusste was sich sonst mit mir anfangen sollte.

00:08:47: und natürlich kamen in dieser Zeit Gefühle hoch Einsamkeit, Zukunftsängste, Schuldgefühle innere Leere.

00:08:57: Sie hatten alle etwas gemeinsam!

00:09:00: Ich wollte sie nicht fühlen also betäubte ich sie.

00:09:04: so wie man bei Kopfschmerzen eine Tablette nimmt nur das Alkohol die Ursache nicht behandelt er macht sie nur für ein paar Stunden leiser und am nächsten Morgen ist alles wieder da.

00:09:20: Darum schau einmal ehrlich hin!

00:09:23: Wann greifst du zum Glas?

00:09:25: Nach einem Streit mit deinem Partner, nach einem stressigen Tag.

00:09:31: Wenn du dich am Sonntagabend allein füllst wenn du traurig bist oder einfach wenn du nur für ein paar Stunden nichts mehr denken möchtest?

00:09:42: wir nennen das gerne Belohnung Stressabbau oder ich gönne mir etwas Aber meist ist es keine Belohnung, oft ist es Selbstmedikation.

00:09:55: Du benutzt Alkohol als Schalltempfer damit du dein eigenes Leben nicht mehr so deutlich hören musst.

00:10:02: und genau darin liegt die Gefahr denn jedes Mal wenn du ein Gefühl wegtrinkst verlernst du mit diesem Gefühl umzugehen!

00:10:13: Die Einsamkeit verschwindet nicht, die Angst verschwindelt nicht der Schmerz Verschwindet nicht, sie warte nur geduldig auf den nächsten nüchternen Moment.

00:10:25: Frag dich deshalb beim nächsten Glas!

00:10:28: Trinke ich gerade weil mir das so gut schmeckt oder trinke Ich weil ich etwas nicht fühlen möchte?

00:10:38: Wenn die ehrliche Antwort die zweite ist dann solltest du dieses dritte Wahnzeichen sehr ernst nehmen.

00:10:47: Das vierte Wahnsignal wäre von außen längst sichtbar, wenn wir nicht alles dafür tun würden dass es niemand bemerkt.

00:10:56: Es geht um Heimlichkeit!

00:10:59: Als kleiner Junge habe ich gerne Verstecken gespielt und offenbar wollte ich dieses Hobby als Erwachsener nicht ganz aufgeben.

00:11:09: in unserer Wohnung gab es zwei alkohol Depots ein offizielles im Kühlschrank und ein inoffizielles, in meinem Schreibtisch.

00:11:21: Dort lagen hinter irgendwelchen Akten ein paar Bierflaschen – von denen natürlich nur ich wusste!

00:11:28: Wenn sich eine günstige Gelegenheit Brot zum Beispiel bei Natalie unter der Dusche war oder auf dem Balkon telefonierte, schlich ich mit einer warmen Flasche Bier aus dem Schreibtische zum

00:11:43: Kühlschrank.".

00:11:44: Wie ein Dieb in der eigenen Wohnung.

00:11:48: Ich tauschte die warme Flasche Bier gegen eine kalte Aus.

00:11:52: So blieb die Zahl der Flaschen im Kühlschrank immer gleich schlau, oder?

00:11:58: Aber bitte nicht zu Hause nachmachen!

00:12:02: Das hier ist kein Lifehack.

00:12:05: Die kalte Bierflasche versteckte ich da im Hinter dem Bildschirm meines Laptops, damit naht erles sie nicht sofort sah wenn sie in mein Autorenreich kam.

00:12:17: Dort schrieb ich meine Bücher und redete mir ein – Alkohol wäre mein Co-Autor weil er mich angeblich kreativer machte!

00:12:28: So wie fast alle Warnzeichen in diesem Video erfüllte auch die Heimlichkeit mit Bravour, aber ich hielt das damals nicht für besonders schlimm.

00:12:40: Ich wollte mich eben auf Schreiben konzentrieren und nicht ständig darüber diskutieren müssen wie viele Bier- oder Gläserwein ich dabei noch trinken durfte!

00:12:54: So einfach konnte ich mir das erklären... Wenn auch du beim Trinken gerne verstecken spätst dann schau Ehrlich hin, kaufst du den Wein in verschiedenen Supermärkten damit niemand merkt wie viel es wirklich ist?

00:13:12: Wartest Du bis dein Partner im Bett ist um ungestört weiter zu trinken?

00:13:18: Versteckst du die leeren Flaschen ganz unten im Müll?

00:13:23: Putzt du dir schnell die Zähne bevor jemand nach Hause kommt, damit man deine Fahne nicht riechen kann.

00:13:31: Diese Heimlichkeit ist selten nur Organisation.

00:13:34: Meistens ist sie scham, eine Wahrheit die wir vor anderen verstecken.

00:13:40: Weil wir sie uns selbst noch nicht eingestehen wollen!

00:13:43: Denn wenn wir ehrlich sind wer nichts zu verbergen hat der versteckt auch nichts.

00:13:50: Du versteckst am Morgen auch nicht deine Müslischale du schiebst den benutzten Teebeutel nicht heimlich unter den Müll.

00:14:00: Du versteckst nur das, von dem du tief in dir bereits weißt, dass etwas nicht stimmt.

00:14:07: Wenn du irgendetwas an deinem Trinken vor jemanden verbirgst – vor deinen Partnern, vor deinen Kindern, deinen Freunden oder deinen Kollegen oder sogar vor dir selbst – dann ist das vierte Wahrzeichen längst da!

00:14:25: Das fünfte Warnsignal geht tiefer als die vorherigen.

00:14:30: Hier ist Alkohol nicht mehr nur etwas, das du tust?

00:14:35: Er wird zu einem Teil deines Selbstbildes!

00:14:38: Ich dachte jahrelang ohne Alkohl bin ich nicht locker genug.

00:14:44: bei vier Hochzeiten meiner Freunde trat' ich als Hochzeitsredner auf.

00:14:50: In Österreich nennt man diese humorvolle Rede über das Brautpaar den Abdank vor oft mehr als hundert Menschen und sprach über eine halbe Stunde frei, ohne Zettel.

00:15:05: Gerede hatte ich vorher so oft geübt bis sich sie auswendig konnte.

00:15:10: Aber für die nötige Lockerheit so glaubte ich damals brauchte ich einen gewissen Alkoholpegel.

00:15:18: Nicht zu wenig aber auch nicht zu viel Denn wenn ich schon lallend ans Mikrofon gegangen wäre, hätte selbst der betrunkenste Hochzeitsgast gemerkt.

00:15:31: Das hier etwas nicht stimmt!

00:15:34: Also hielt ich mich vorher zurück und begann meine Rede mit ungefähr fünf großen Bieren im Bauch – das war für mich damals der optimale Pegel.

00:15:46: Locker genug um vor der ganzen Gesellschaft Witze über das Brautpaar zu machen aber noch nüchtern genug um meinen Text nicht zu vergessen.

00:15:58: Die Leute lachten und am Ende gab es einen langen Applaus, und ich dachte, siehst du?

00:16:06: Ohne Alkohol könntest du das nicht!

00:16:08: Heute weiß ich, dass das nicht gestimmt hat.

00:16:13: Inzwischen habe ich vor viel größerem Publikum gesprochen in Podcasts, in Talkshows, vor hunderttausenden Menschen.

00:16:21: völlig nüchtern Und interessanterweise war ich dabei nicht vergramfter.

00:16:28: Ich war lockerer, präsenter, konzentrierter und vor allem echter!

00:16:34: Der Alkohol hatte mir nie Selbstvertrauen gegeben.

00:16:38: Er hat mir nur eingeredet, dass ich es ohne ihn nicht hätte.

00:16:44: Vielleicht kennst du solche Gedanken auch?

00:16:48: Ohne Alkohl bin ich nicht lustig.

00:16:52: Ohne Wein in der Hand, sind Gespräche langweilig.

00:16:58: Auf einer Feier ohne Alkohol was soll ich da überhaupt machen?

00:17:02: Dann hör bitte genau hin!

00:17:05: Das sind nicht mehr nur Gedanken über dein Trinken, das sind Gedanken darüber wer du glaubst zu sein.

00:17:15: Du sagst nicht mehr Nur Ich trinke, du sagst innerlich ich bin jemand der Alkohl braucht um jemand zu sein.

00:17:25: Und genau dort wird es gefährlich, denn Trinken ist eine Handlung!

00:17:31: Aber wenn Alkohol zu deiner Identität gehört dann fühlt sich Aufhören plötzlich an als müsstest du einen Teil von dir selbst aufgeben.

00:17:42: Dabei gibst Du nicht dich selbst auf, du gibst nur eine Rolle auf Eine Rolle die du vielleicht so lange gespielt hast dass du den Menschen darunter kaum noch erkennst.

00:17:56: Wenn du dir nicht vorstellen kannst, werdu ohne ein Glas in der Hand wärst dann solltest du dieses fünfte Warnzeichen sehr ernst nehmen.

00:18:07: und bevor wir zum sechsten kommen noch etwas wenn dir bis hierher bereits mehrere Warnzeichchen bekannt vorkamen dann könnte unsere dreißig Tage Alkoholfreitschallenge Ein sinnvoller nächster Schritt für dich sein.

00:18:24: Sie begleitet Dich durch die ersten dreißig Tage ohne Alkohol, Du bekommst jeden Tag einen kurzen Impuls von mir und ich spreche über all die Dinge, die ich in meinen eigenen ersten Wochen gerne gewusst hätte.

00:18:41: Du musst diesem Weg nicht alleine gehen!

00:18:45: Den Link dazu findest du direkt unter diesem Video.

00:18:51: kommen wir zu den Wahrzeichen sechs bis neun und ab.

00:18:56: hier wird es ungemütlicher, denn die nächsten Warnzeichen finden nicht mehr nur in deinem Kopf statt.

00:19:05: Sie beginnen dein Leben von außen sichtbar zu verändern!

00:19:11: Beim sechsten Warnsignal verlässt dein Trinken langsam den geselligen Rahmen und zieht sich in die Einsamkeit zurück.

00:19:22: Es geht um sozialen Rückzug.

00:19:25: Früher bekam ich am Sonntagvormittag öfters einen Anruf von einem Freund, hey wir gehen segeln bis du dabei oder wir fahren eine Runde mit dem Motorrad kommst du mit?

00:19:40: Aber ich hatte meinen Tag längst verplant.

00:19:44: Der Kühlschrank war voll mit Essen und Alkohol.

00:19:48: Im Fernsehen lief Formel eins oder Skispringen, also sagte ich ab – Ich fühlte mich nicht gut!

00:19:57: Das war nicht einmal gelogen.

00:19:59: Immerhin hatte ich vom Vorabend noch einen schlimmen Kater.

00:20:04: Ich blieb zu Hause und betrank mich allein während das echte Leben draußen an mir vor Beizug ohne mich stattfand.

00:20:14: Ich nannte das damals einen entspannten Somtag, in Wahrheit war es ein Ein-Mann-Gelage mit Fernbedienung.

00:20:25: Heute trinke ich nicht mehr!

00:20:27: Heute habe ich keinen Fernseher mehr und vor allem heute nehme ich wieder am Leben teil.

00:20:34: Schau einmal ehrlich hin ob sich auch dein Leben in den letzten Jahren verschoben hat.

00:20:42: Sagst du Einladungen ab, weil es zu Hause mit einer Flasche Wein bequemer ist?

00:20:49: Gehst Du zwar noch zutreffen, freust Dich aber heimlich wenn Sie früh enden damit Du Zuhause in Ruhe weiter trinken kannst.

00:20:58: Sitzt Du abends allein vor dem Fernseher Weil dort niemand sieht wie oft Du Dir nachschenkst?

00:21:06: Nach außen klingt das vielleicht harmlos.

00:21:10: Ich bin gerade einfach Gerne zu Hause!

00:21:14: Ich brauche halt meine Ruhe.

00:21:16: Im Alter wird man eben häuslicher, ja und manchmal stimmt das sogar aber manchmal steckt etwas anderes dahinter.

00:21:26: Du ziehst dich nicht zurück weil du Ruhe brauchst sondern weil du dort ungestört trinken kannst allein.

00:21:35: Und genau das ist gefährlich Denn allein zu trinken ist etwas anderes als in Gesellschaft.

00:21:43: Es gibt keine soziale Bremse, es gibt keine Speerstunde... ...es gibt niemanden der sagt komm jetzt reicht das für heute!

00:21:52: Es gibt nur dich die Flasche und die Stille im Raum.

00:21:58: Wenn du dich immer häufiger vom Leben zurückziehst und tief in dir weißt dass der Alkohol Zuhause der eigentlich Grund ist dann blinkt das sechste Warnsignal sehr deutlich.

00:22:12: Das siebte Warnzeichen ist oft die direkte Folge des Sechsten, aber es trifft noch tiefer!

00:22:20: Denn irgendwann ziehst du dich nicht nur zurück – Du verlierst auch Dinge und Menschen, die dir einmal wichtig waren.

00:22:29: Es geht um die Vernachlässigung von Hobbys und Beziehungen.

00:22:36: Was mich rückblickend am meisten schmerzt, sind die vielen Momente mit meiner heranwachsenden Tochter, die ich nie erlebt habe.

00:22:47: Ja!

00:22:47: Ich war mir dir auf dem Spielplatz... ...ich war bei ihren Aufführungen im Schultheater und ich tröstete sie wenn sie treuig war.

00:22:58: Aber es gab auch unzählige Dinge, die wir nicht gemacht haben.

00:23:03: Nicht weil ich keine Zeit gehabt hätte Sondern weil der Alkohol oft wichtiger war.

00:23:10: Gemeinsame Ausflüge, Abenteuer, Gespräche Momente die nie stattgefunden haben und die sich später auch nicht einfach nachholen lassen.

00:23:23: Denn welche zwanzigjährige der Tochter sagt schon begeistert Papa lass uns am Wochenende irgendwo in der Natur Zelten gehen?

00:23:33: Nein Darum hör mir bitte gut zu.

00:23:36: Dein Leben besteht nicht nur aus deinem Job und deiner Adresse.

00:23:41: Es besteht aus den Dingen, die du erlebst – und aus den Menschen mit denen du sie teilst!

00:23:49: Wenn beides langsam verschwindet wird auch dein Leben immer kleiner.

00:23:55: Schau einmal ehrlich hin was ist in den letzten Jahren aus deinm Leben verschwunden?

00:24:02: Gehst Du nicht mehr wandern?

00:24:05: Du sagst vielleicht du hättest keine Zeit Aber in Wahrheit war der Samstagabend so heftig, dass der Sonntag wieder verloren war.

00:24:16: Liest du abends nicht mehr?

00:24:19: Weil nach ein paar Lesern die Konzentration weg ist!

00:24:24: Weil Du am nächsten Morgen nicht mehr weißt was auf den letzten Seiten stand.

00:24:30: So ging es mir bei vielen Büchern – Nicht nur bei denen, die ich gelesen habe sondern auch bei manchen die ich geschrieben habe.

00:24:41: Werden die Telefonate mit deiner besten Freundin seltener?

00:24:46: Nicht weil sie nicht mehr anruft, sondern weil du nicht mehr zurückrufst!

00:24:52: Hast Du aufgehört Musik zu machen, Sport zu treiben, zumalen zu reisen oder einfach draußen etwas zu erleben – nicht alles davon muss mit dem Alkohol zu tun haben.

00:25:07: aber wenn immer mehr Dinge verschwinden und das Trinken gleichzeitig mehr Raum bekommt, dann solltest du hier sehr genau hinschauen.

00:25:18: Das Schmerzhafteste an diesem Wadenzeichen ist – Du bemerkst es meistens nicht in dem Moment, in dem es passiert!

00:25:28: Es gibt keinen bestimmten Tag, an dem du sagst «Ab heute vernachlässige ich mein Leben».

00:25:36: Nein!

00:25:37: Es geschieht schleichend.

00:25:39: Ein abgesagter Ausflug, ein nicht beantworteter Anruf, einen Sonntag den du verkaterst auf dem Sofa verbringst – dann noch einer!

00:25:50: Und irgendwann Jahre später fragst Du Dich, wann habe ich eigentlich aufgehört das zu tun was ich früher geliebt habe?

00:26:01: Wenn Du dich hier wiedererkennst, dann ist dieses siebte Warnzeichen Nicht mehr nur ein Gedanke, dann hat Alkohol bereits begonnen Teile deines Lebens zu verdrängen.

00:26:17: Ich kann bestimmte Jahre und Momente mit meiner Tochter nicht zurückholen – das tut weh!

00:26:23: Aber es ist noch nicht zu spät damit aufzuhören weitere zu verlieren.

00:26:29: Der erste Tag vom Rest deines Lebens ist heute Der beste Zeitpunkt.

00:26:35: mit dem Trinken aufzuhören liegt vielleicht schon Jahre zurück, aber der zweitbeste ist immer heute.

00:26:44: Beim achten Warnzeichen werden die Signale deines Körpers lauter – nur werden sie oft mit etwas anderem verwechselt!

00:26:56: Mit Stress, mit schlechtem Schlaf und mit dem Alter.

00:27:01: Dabei steckt manchmal etwas ganz anderes dahinter, chronische Müdigkeit.

00:27:07: Ich hatte jahrelang kaum Energie – ich war ständig erschöpft!

00:27:13: Da ich in Spanien lebe, nutzte ich das kulturelle Angebot der Siesta fast täglich.

00:27:21: Ich legte mich am Nachmittag für ein oder zwei Stunden aufs Ohr anders, wäre ich kaum durch den Tag

00:27:29: gekommen.".

00:27:31: Die Nacht davor hatte ich meistens schlecht geschlafen, was natürlich auch mit dem Alkohol zu tun hatte.

00:27:39: Und damit ich bei der Siesta möglichst schnell einschlief, drank ich vorher zwei-drei Dosen Bier und wachte danach noch müder auf als vorher – damals hielt ich das für normal!

00:27:56: Heute ist das für mich völlig

00:27:59: unvorstellbar!".

00:28:01: Heute stehe ich morgens gegen halb acht Uhr auf, ich gehe direkt zum Sport und dann hinterher an den Strand zum Schwimmen.

00:28:08: Und danach arbeite ich oft bis Mitternacht an unserem Herzensprojekt trostlos glücklich!

00:28:15: Diese bleierne Müdigkeit, die mich früher durch den Tag begleitet hatte, kenne ich heute kaum noch – obwohl ich wahrscheinlich dreimal so viel leiste wie damals.

00:28:28: Darum Hör einmal ehrlich in dich hinein.

00:28:33: Wachst du morgens auf und fühlst dich wie nach einem Boxkampf, auch an Tagen, an denen du dir einredest gar nicht so viel getrunken zu haben?

00:28:43: Brauchst du drei Cafés vor neun Uhr einen Energy-Drink nach dem Mittagessen?

00:28:50: Du erklärst dir vielleicht!

00:28:52: Ich habe einfach schlecht geschlafen.

00:28:55: die Arbeit ist gerade so stressig man wird eben nicht jünger.

00:29:00: Ja, das kann alles stimmen.

00:29:02: Aber vielleicht ist es nicht die ganze Wahrheit?

00:29:06: Alkohol kann deinen Schlaf und deine Erholung massiv stören!

00:29:12: Dein Körper kommt nachts nicht richtig zur Ruhe – er isst mit dem Abbau von Alkohl beschäftigt, mit dem Versuch wieder ins Gleichgewicht zu kommen… Und genau deshalb kannst du morgens aufwachen... Obwohl du stundenlang im Bett gelegen hast und dich trotzdem fühlen, als hättest du die ganze Nacht Möbel geschleppt.

00:29:39: Was du dann fürs Älterwerden hältst kann in Wahrheit die tägliche Rechnung des Alkohols sein – und diese Rechnungen wird mit den Jahren immer teurer!

00:29:52: Wenn Du Dich kaum noch daran erinnerst wie es sich anfühlt wirklich ausgeruht aufzuwachen dann solltest du dieses achte Warnzeichen sehr ernst nehmen.

00:30:05: Denn hier flüstert dein Körper nicht mehr, er ruft dir längst zu!

00:30:12: Das neunte und letzte Warnsignal ist das offensichtlichste.

00:30:17: Hier wird Selbsttäuschung schwieriger denn irgendwann sitzt dir ein Arzt gegenüber mit einem Blatt Papier in der Hand und liest dir Zahlen vor.

00:30:32: Leberwerte, Blutdruck, Blutzucker, Cholesteringewicht?

00:30:37: Plötzlich geht es nicht mehr nur um ein Gefühl sondern um das was Alkohol in deinem Körper bereits hinterlassen hat!

00:30:47: Ich wog einmal hundertfünfundzwanzig Kilo.

00:30:50: Mein Cholesterinwert lag bei zweihundertzweiundvierzig.

00:30:54: Mein Arzt verschrieb mir Cholestarinsenker Und ich war auf das Rezept beim Hinausgehen in der nächsten Mülleimer.

00:31:03: Ich nehme nicht gerne Medikamente ein, stattdessen veränderte ich mein Leben!

00:31:10: Ich hörte mit dem Alkohol auf – ich aß kein Fleisch mehr und sechs Monate später wog ich ... ... Fünfundneinzig Kilo!

00:31:20: Mein Cholesterienwert lag bei Hundertsechsundsechzig.

00:31:24: Das war meine persönliche Entwicklung Und sie zeigte mir sehr deutlich, wie sehr mein alter Lebensstil meinen Körper belastet hatte.

00:31:34: Gewicht und Cholesterin waren dabei nur zwei der vielen Dinge die sich in meinem lüchternen Leben verändert haben.

00:31:44: In meinem Buch Brotlos glücklich!

00:31:47: Was du gewinnst wenn Du auf Alkohol verzichtest?

00:31:52: Spreche ich über insgesamt siebenundzwanzig Vorteile.

00:31:57: Du findest dieses Buch im Buchhandel oder über den Link unter diesem Video.

00:32:03: Aber jetzt zurück zu dir!

00:32:06: Wenn dir dein Alkohol-Konsum sorg macht, dann lass dich bitte regelmäßig medizinisch untersuchen und schau dir die Ergebnisse ehrlich an.

00:32:18: Sind deine Leberwerte erhöht?

00:32:22: Ist ein Blutdruck zu

00:32:23: hoch?!

00:32:24: Ist dein Bauchumfang in den letzten Jahren deutlich gewachsen?

00:32:30: Sind deine Werte schlechter geworden, obwohl du dir immer noch sagst dass dein Trinken gar nicht so schlimm ist.

00:32:39: Eine einzelne Zahl erzählt nicht deine ganze Geschichte aber wenn sich mehrere Werte in die falsche Richtung bewegen solltest Du nicht länger wegsehen Denn Vitalwerte sind keine frühe Ahnung mehr.

00:32:55: Sie sind ein sichtbares Signal deines Körpers und manchmal bereits eine Spätwarnung.

00:33:04: Spätestens dann ist es Zeit, ehrlich zu werden – nicht irgendwann heute!

00:33:11: Wenn dich diese Folge heute berührt hat, dann abonniere gerne unseren Podcast.

00:33:18: Hier erwarten Dich jede Woche neue Gedanken jährliche Impulse und Gespräche auf Augenhöhe rund um das Thema Alkohol und den Weg in ein freies, klares Leben.

00:33:33: Nicht von oben herab – nicht belehrend sondern ehrlich menschlich!

00:33:40: Und von einem Menschen der selbst siebenunddreißig Jahre lang viel zuviel getrunken hat seit über vier Jahren postlos glücklich lebt.

00:33:53: Ich teile diesen Weg mit dir, weil ich weiß wie schwer er manchmal sein kann und weil ich dir zeigen möchte dass ein anderes Leben möglich ist.

00:34:05: Ein Leben mit mehr Klarheit, mehr Ruhe, mehr Würde.

00:34:10: also lass uns gemeinsam die Handbremse des Lebens lösen dass wir schon immer führen wollten, bevor der Alkohol schleichend die Kontrolle übernommen hat.

00:34:27: Vielleicht hören wir uns ja schon in der nächsten Folge wieder!

00:34:30: Bis dahin wünsche ich dir einen brustlos glücklichen Tag, dein Eduardo und das Brustlos-Glücklich Team.

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