Ohne Alkohol leben: 5 japanische Prinzipien für dauerhafte Nüchternheit

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🎙️ In dieser Folge stelle ich dir fünf japanische Prinzipien vor, die mir geholfen haben, dauerhaft alkoholfrei zu leben.

Du erfährst:

💛 warum kleine tägliche Schritte oft mehr bewirken als große Vorsätze 💛 weshalb Selbstmitgefühl nach einem Rückfall entscheidend sein kann 💛 wie du den Raum zwischen Verlangen und Handlung vergrößerst 💛 warum Unvollkommenheit Teil jeder Veränderung ist 💛 und wie ein neuer Lebenssinn dir helfen kann, dauerhaft frei vom Alkohol zu werden

Transkript anzeigen

00:00:00: Jedes Jahr am ersten Januar habe ich mir geschworen.

00:00:04: Heuer trinke ich weniger als ein buddhistischer Mönch auf Antibiotika und spätestens Mitte Januar lag ich wieder auf meinem Sofa voll wie ein Tixi-Klo, auf dem Oktoberfest.

00:00:19: Siebenund dreißig Jahre lang habe ich diese Schleife gedreht und jedes Jahr wurde es schlimmer!

00:00:26: Heute lebe ich seit über vier Jahren ohne einen Tropfen Alkohol und Rückblicken weiß ich, warum es nach siebenunddreißig Jahren plötzlich geklappt hat.

00:00:38: Ich habe damals unbewusst fünf japanische Prinzipien angewendet um mich endlich aus den Klauen des Demons Alkohl zu befreien!

00:00:48: Und genau diese fünf Prinzipien gehen wir in diesem Video gemeinsam durch damit auch du ein Leben ohne Alkohol führen kannst.

00:00:59: Ein Leben in Freiheit und mit inneren Frieden!

00:01:03: Falls ihr uns noch nicht kennen, mein Name ist Eduardo Freundlinger und ich spreche mit dir offen und ehrlich überall geholt – nicht wie ein Suchtberater oder Therapeut sondern wie ein Freund der den Weg kennt und der es gut mit dir meint.

00:01:21: Gemeinsam mit meiner Frau Natalie habe ich prostlos glücklich gegründet.

00:01:27: Doch als ich noch getrunken habe, war ich meistens das genaue Gegenteil davon nämlich trostlos und glücklich.

00:01:36: Jedes Jahr aufs Neue startete ich völlig verkartert in meinen Feldzug gegen den Dämon Alkohol – mit hundertzehn Prozent!

00:01:47: Ich stembte tonnenweise Eisen im Fitnessstudio Ich aß nur noch Superfood.

00:01:54: Ich kaufte Mineralwasser, stünde uns eine Dürreperiode bevor und innerlich stand ich da wie ein General vor seiner Truppe und sagte Jetzt ist Schluss!

00:02:07: Ab heute trinkst du weniger.

00:02:09: Ab heute reißt du dich zusammen.

00:02:12: Ab Heute bist Du ein anderer

00:02:14: Mensch.".

00:02:15: Und ja, eine Woche ging das ganz gut – manchmal sogar zehn Tage.

00:02:20: doch Dann kam zum Beispiel eine Verlagsabsage oder ein Ghostriding-Kunde, sagte einen zugesicherten Auftrag ab.

00:02:31: Und schon war da diese Stimme und sagte jetzt hilft nur noch eine Vollnakose!

00:02:38: Und schon saß der Dämon Alkohol wieder diabolisch grenzend neben mir.

00:02:43: So als wäre er nur kurz auf dem Ballermann im Urlaub gewesen – damals verstand ich nicht dass genau diese radikale Vorgehensweise Widerstand in dir erzeugt.

00:02:57: Je größer den Schwur ist, desto größer wird oft der innere Druck.

00:03:03: die Japaner machen das entspannter.

00:03:06: Wir im Westen lieben ja das Getöse Den großen Neustart Die mutige Entscheidung Das dramatische.

00:03:14: Ab jetzt wird alles anders!

00:03:20: ruhiger kleiner.

00:03:22: Und genau hier kommt das erste Prinzip in Spiel, keitschen.

00:03:27: Keitschen bedeutet singemiss Veränderung zum Besseren aber nicht mit dem Vorschlaghammer sondern mit kleinen Schritten so klein dass dein Gehirn nicht sofort Alarm schlägt!

00:03:43: Nicht ab heute verändere ich mein ganzes Leben SONDERN.

00:03:48: Heute mache ich eine Sache, ein kleines bisschen anders.

00:03:53: Übertragen auf den Alkohol heißt das Wenn du dir am ersten Januar schwörst.

00:03:59: Ich tricke nie wieder für den Rest meines ganzen Lebens.

00:04:05: Dann klingt das zwar ziemlich heldenhaft Aber für dein Gehirn Hört es sich an wie lebenslange Einzelhaft zu groß zu endgültig, zu bedrohlich.

00:04:18: Und der Dämon Alkohol lehnt sich zurück und sagt – die ist ein Spruch, kenne ich schon!

00:04:25: Der hält das sowieso nicht lange durch.

00:04:27: Kalt sehen aber sagt, vergiss den Rest deines Lebens.

00:04:32: Vergiss nächstes Jahr.

00:04:34: Vergiß nächsten Monat.

00:04:37: Vergess sogar nächste Woche.

00:04:40: Heute?

00:04:41: Nicht.

00:04:42: Denk nur an heute mehr

00:04:44: nicht.".

00:04:45: Heute trinke ich nicht.

00:04:47: Und dieses Prinzip hat mir nicht nur beim Alkohol geholfen!

00:04:51: Am ersten Oktober, Zwei-Ton-Fünfzehn stand ich morgens um sechs Uhr vor einem Steintor in einem kleinen Bergdorf in den Pyrenäen.

00:05:01: Es war noch dunkel Ich war völlig undrainiert und ziemlich übergewichtig und vor mir lagen achthundert Kilometer Jakobsweg.

00:05:15: das ist ungefähr so, als würdest du von München nach Hamburg laufen.

00:05:21: Ich stand also da und fragte mich fast zum Teufel mache ich hier eigentlich?

00:05:28: In mir gab es eine sehr vernünftige Stimme und diese Stimme sagte Dreh um sofort!

00:05:36: Ist ein Groissant und geh wieder schlafen.

00:05:39: Tue so, als hättest du dir das nie vorgenommen.

00:05:43: Aber ich ging los!

00:05:45: Die erste Etappe führte thirty-three Kilometer über eine Berg in den Pyreneen.

00:05:51: Ich war der langsamste Pilger seit Apostel Jakub persönlich.

00:05:57: Halb so alte Pilger zogen an mir vorbei Als wäre ein feindliche Bodendruppen hinter ihnen her.

00:06:04: aber ich kämpfte mich Schritt für Schritt vorwärts.

00:06:07: Ich stöhnte, ich schwitzte.

00:06:09: Ich fluchte aber als ich ankam völlig erledigt in der Herberge am Abend da fühlte ich mich wie Reinhold Messner auf Ecstasy!

00:06:21: Ich hatte es tatsächlich geschafft nicht schon den ganzen Jakobsweg nur diesen einen ersten Tag und das veränderte etwas in mir.

00:06:33: die achthundert Kilometer verloren plötzlich ihren Schrecken Weil ich verstand, ich muss heute keine achthundert Kilometer am Stück pilgern.

00:06:44: Ich musste heute nur diese eine Etappe gehen – morgen vielleicht dann fünfundzwanzig Kilometer übermorgen, zwanzigkilometer und dafür hatte ich jeweils einen ganzen Tag Zeit!

00:07:07: und dreißig Tage später stand ich tatsächlich vor der Kathedrale von Santiago de Compostela, weil ich jeden Tag nur die nächste Etappe gegangen bin.

00:07:21: Und genau so funktioniert es mit dem Trinken!

00:07:25: Nie wieder Alkohol mein ganzes restliches Leben lang – das klingt für dein Gehirn wie eine unlösbare Aufgabe.

00:07:35: Aber… Heute nicht trinken.

00:07:38: Das ist eine einfache Etappe auf deinem Weg und morgen machst du es wieder!

00:07:44: So werden aus einem Tag drei, aus drei Tagen werden zehn, aus zehn Tagen werden dreißig und aus dreißigtagen wird irgendwann ein neues Leben.

00:07:57: Außerdem passiert etwas das kein großer Neujahreschwur jemals geschafft hat Du beginnst dir selbst wieder zu glauben.

00:08:07: Dein eigenes Wort bekommt wieder mehr Gewicht und das ist ein verdammt schönes Gefühl!

00:08:16: Wenn du jetzt denkst, dass klingt aber fast zu einfach dann frag dich ehrlich hat dein großer Schwur jemals funktioniert?

00:08:27: Hat dieses abjetzt wird alles anders wirklich lange gehalten?

00:08:33: Oder hast du dich zwei Wochen später wieder dort gefunden, wo du nie wieder landen wolltest?

00:08:40: Also mal ehrlich!

00:08:41: Was hast Du zu

00:08:42: verlieren?!

00:08:44: Wenn Du es einfach mal anders versuchst.

00:08:47: Nicht für immer nicht für den Rest Deines Lebens nur für heute.

00:08:54: Ich denke Es ist einen Versuch wert.

00:08:57: Hätte ich kei zehn dreißig Jahre früher verstanden Hätte ich mir dreizig Jahre Selbstzerstörung erspart.

00:09:04: Und hier ist ein erster kleiner Schritt, den du ganz einfach jetzt machen kannst!

00:09:10: Komm in unsere Brustlos glücklich Community auf Facebook oder Telegramm.

00:09:17: umgib dich mit Menschen die denselben Weg gehen wie du.

00:09:22: Die Links findest Du unten in der Beschreibung Aber kein Zähn allein erreicht nicht Denn auf deinem Weg in die Freiheit ist es normal, dass du stolperst.

00:09:35: Das Entscheidende ist aber nicht, das es passiert ist sondern was du danach machst.

00:09:43: und genau dafür gibt es das zweite japanische Prinzip Shikata Ganei.

00:09:50: Stell dir diesen typischen Freitagabend vor!

00:09:54: Eine Kollegin verabschiedet sich in den Ruhestand Alle stoßen sie mit ihren Sektgläsern an, dir wird ein Glas in die Hand gedrückt bevor du überhaupt richtig Nein sagen kannst.

00:10:06: Du nimmst einen vorsichtigen Schluck dann noch einen Dann ein zweites Glas, dann ein drittes und um Mitternacht sitzt du im Taxi nach Hause.

00:10:20: Die Welt schwankt Und in deinem Kopf läuft nur dieser eine Satz Ich habe es schon wieder verkackt.

00:10:30: Alles umsonst, ich werde's nie schaffen und genau diese Stimme ist das die dich kaputt macht!

00:10:39: Nicht nur der Rückfall selbst sondern das was danach in dir losgeht.

00:10:44: Ich weiß wovon ich rede... ...ich hatte dieser Stimme siebenunddreißig jahrelang in meinem Kopf bei jedem einzelnen Rückfall Und jedes mal hat sie dafür gesorgt dass aus einem schlechten Abend ein schlechtes Wochenende wurde.

00:11:01: Aus einem schlechteren Wochenende eine schlechte Woche, und aus einer schlechten Woche wurde der nächste gefährliche

00:11:12: Absturz.".

00:11:13: Nichts der Alkohol allein hat mich wieder zurückgeworfen!

00:11:18: Die Scham hat mich zurück geworfen – und genau hier kommt Shikata Ganae ins Spiel.

00:11:25: Shikata Ganae heißt sinngemäß, es lässt sich nicht ändern.

00:11:31: Beim ersten Hören klingt das nach aufgeben, nach Resignation, dann ist es halt so.

00:11:39: aber das ist es nicht!

00:11:41: Shikada Ganaei ist keine Resignition, Shikatha Ganaai ist Befreiung.

00:11:47: Es bedeutet was gestern passiert ist, ist passiert.

00:11:51: ich kann es nicht mehr ändern.

00:11:54: Ich kann mich heute eine Stunde dafür hassen, einen ganzen Tag lang sogar eine ganze Woche.

00:12:00: Aber kein einziges Glas wird dadurch wieder ungedrunken.

00:12:04: der gestrige Abend bleibt wie er war.

00:12:08: ob ich mich heute dafür zerfleische oder nicht?

00:12:11: Was sich aber ändern kann ist der heutige Abend und genau das ist der Punkt!

00:12:19: Scham macht keinen einzelnen Schluck umgeschehen Sie macht nur den nächsten Schluck wahrscheinlicher.

00:12:28: Ich erinnere mich an einen Moment aus meiner Trinkerzeit, für den ich mich bis heute mehr schäme als für fast alles andere.

00:12:40: Es war keine Wahl in Spanien – ich fuhr als Cowboy verkleidet mit meinem Motorrad nach Hause und vor mir auf dem Tank saß eine kleine Fee Meine vierjährige Tochter, so hatte sie sich damals verkleidet.

00:12:58: Sie war noch zu klein für den Rücksitz also saß sie zwischen meinen Armen vor mir auf dem Tank.

00:13:07: Natürlich war das nicht erlaubt und alleine das war schon ziemlich unverantwortlich aber es war noch lange nicht mein größtes Problem in jener Nacht.

00:13:22: Gegen einer Morgens kamen wir in eine Polizeikontrolle.

00:13:26: Der Polizist musterte uns den Cowboy und die Fee, dann fragte er, haben sie etwas getrunken?

00:13:36: Ich sagte ein Wasser!

00:13:40: Und das war sogar wahr... Das allerletzte Getränk war tatsächlich ein Mineralwasser gewesen.

00:13:47: Das war damals meine super schlaue Strategie um möglichst schnell wieder fahrtauglich zu werden.

00:13:56: Die alkoholischen Getränke vor diesem einen Wasser behilte ich lieber für

00:14:02: mich.".

00:14:04: Der Polizist glaubte mir natürlich kein Wort, er hielt mir ein Röhrchen hin und ich bließ hinein.

00:14:11: Er las das Ergebnis abschokiert und dann sagte er, stellen Sie das Motorrad ab und kommen Sie mit!

00:14:20: Kurz darauf saßen wir in einem Polizeitransporter und ich dachte, jetzt geht es direkt ins Gefängnis.

00:14:28: Meine kleine Tochter weinte und ich vergrub vor Scham mein Gesicht in den Händen während der Polizist und seine Kollegen mir ins Gewissen redeten Und ich stammelte nur immer wieder.

00:14:45: Es tut mich leid!

00:14:46: Ich werde das nie wieder tun.

00:14:48: Die Geschichte ging glimpflich aus.

00:14:52: Der Polizist hatte wohl Mitleid mit meiner Tochter und vielleicht auch ein bisschen mit mir, er fuhr uns im Polizeivagen nach Hause und stellte nicht mal eine Strafe aus obwohl ich deutlich über den Limit war.

00:15:10: Dafür musste ich ihm versprechen nie wieder bedrunken zu fahren und schon gar nicht mit meiner tochter auf dem Tank.

00:15:20: Ich schwor es ihm hoch und heilig.

00:15:23: Dann brachte ich meine Tochter ins Bett, und danach trage ich noch alles aus was ich an Alkohol zu Hause hatte.

00:15:33: Für mich war das eine Art Abschied vom Alkohl!

00:15:37: Ich beschloss diese Polizeikontrolle als Wink mit dem Zaunfall zu verstehen.

00:15:43: Jetzt hörst du auf endgültig.

00:15:48: Aber in den Tagen danach versank ich ihn, Scham, in Reue, in Selbstmitleid.

00:15:55: Ich stellte mir immer wieder vor was mit meiner kleinen Tochter hätte passieren können wenn wir einen Unfall gehabt hätten und genau diese Scham war der Grund nur rom' ich ein paar Tage später wieder zur Flasche gliff weil ich mich nüchtern selbst nicht ausgehalten habe weil ich mich nur bedrunken für eine Weile ertragen konnte.

00:16:23: Und das ist das, was sich damals noch nicht verstanden habe!

00:16:28: Wenn du auf deinem Weg in die Freiheit stolperst, dann hast du genau an diesem Punkt eine Wahl.

00:16:36: Du kannst dich in den Selbsthass schicken oder du kannst stehen bleiben und sagen Shikata Ganae – es lässt sich nicht mehr ändern.

00:16:48: Gestern war gestern, heute ist heute.

00:16:52: Heute nicht!

00:16:53: Und in dem Moment, indem du das schaffst, nimmst du dem Dämon-Alkohol eine seiner schärfsten Waffen aus der Hand.

00:17:03: Nicht das Glas sondern die Scham, die nach dem Glas kommt.

00:17:08: Aber der Demon hat noch eine Waffe und die ist besonders heimtückisch Weil sie dich nicht über den Kopf erwischt, sondern über dem Körper.

00:17:21: Denn irgendwann kommt der Moment des Verlangenens.

00:17:26: Mittwochabend halb sieben.

00:17:29: Du kommst nach Hause!

00:17:31: Dein Tag war anstrengend, dein Kopf ist müde, dein Körper ist unruhig.

00:17:36: Du gehst in die Küche weil du dir etwas zu essen machen willst.

00:17:42: Du machst die Kühlschranktür auf und da steht sie die Flasche Weißwein, die deine Schwiegermutter letzten Sonntag mitgebracht hat und die du vergessen hast wegzuräumen.

00:17:57: Und plötzlich wird alles eng.

00:18:00: Kai Zehn und heute nicht Weg!

00:18:04: Shikata Ganei – weg!

00:18:07: Die vielen nüchternen Tage verschwunden.

00:18:10: In deinem Kopf gibt es nur noch einen Gedanken.

00:18:14: Einglas jetzt sofort Und genau in diesen paar Sekunden entscheidet sich oft alles.

00:18:23: Du siehst die Flasche, du greifst nach der Flashe, du schenkst dir ein fünf Sekunden vielleicht zehn und schon hat der Dämon Alkohol wieder seine Hand an deinem Lenkrad!

00:18:37: Und genau hier kommt das dritte Prinzip ins Spiel MA.

00:18:44: MA heißt im japanischen Der Raum dazwischen.

00:18:49: Die Lücke zwischen zwei Dingen, die Pause zwischen zwei Sätzen – der Moment bevor die Musik beginnt!

00:18:57: Wir im Westen versuchen ja jede Lücke sofort zu füllen.

00:19:01: Pause beim Essen.

00:19:03: Handy raus.

00:19:04: Stille im Auto.

00:19:06: Radio an Unruhe im Kopf Ein Glas Wein.

00:19:11: Wir haben fast verlernt dass eine Lücke nicht leer sein muss.

00:19:15: Manchmal ist sie genau der Ort, an dem du dir deine Freiheit sicherst.

00:19:20: Denn zwischen einem Impuls und einer Handlung liegt immer ein kleiner Raum.

00:19:27: Manchmal nur ein Winziger!

00:19:28: Zehn Minuten vielleicht?

00:19:30: Aber in diesen zehn Minuten entscheidet sich alles.

00:19:35: Die Welle deines Verlangenens fühlt sich an als würde es sich stunden dauern – das tut sie aber nicht.

00:19:42: Sie kommt... Sie steigt, sie wird laut und dann flacht sie wieder ab.

00:19:49: Das kann drei Minuten dauern oder zehn aber meist nicht länger als zwanzig Minuten.

00:19:55: Dieser eine konkrete Impuls in dieser einen konkreten Sekunde verschwindet wieder!

00:20:03: Wenn du es also schaffst zwischen Impulse und Handlung einen Raum zu öffnen hast du schon sehr viel gewonnen.

00:20:12: Und wie machst du das?

00:20:13: ganz praktisch, zum Beispiel?

00:20:16: Du gehst raus aus deiner Wohnung.

00:20:19: Einmal um den Block herum!

00:20:22: Du trinkst ein großes Glas Wasser – ganz langsam.

00:20:27: Du rufst jemanden an der dich versteht.

00:20:30: Du machst Musik an und tanzt in der Küche auch wenn es bescheuert aussieht.

00:20:36: Du atmest zehn mal tief in dein Bauch und wenn dir das alles zu langweilig ist Dann spiel von mir aus mit deinem Geschlechtsteil herum.

00:20:46: Völlig egal, mit was du dich von der Flasche ablängst!

00:20:51: Du musst nur diese zehn Minuten überstehen – genau wie ich.

00:20:55: im Januar, in dem Jahr ist es zu Ende.

00:20:58: Ich war in Salzburg und wemer traf' ich mich mit ein paar alten Freunden aus der Schulzeit und einer von ihnen feierte gerade seinen Geburtstag.

00:21:07: Wir gehen zuerst zu einem Italiener.

00:21:11: Ich drank ein alkoholfreies Bier und aß eine Pizza.

00:21:15: Alle wussten inzwischen, dass ich keinen Alkohol mehr trinke – und alles war gut!

00:21:21: Gegen Mitternacht fuhr die Truppe dann noch weiter in den Country Saloon.

00:21:27: Das ist eine Western Kneipe in Salzburg, in der man sich in unserem Alter nicht völlig viel am Platz vorkommt.

00:21:40: Aber ich war nur Mitfahrer, also wurde ich einfach weiter in die Nacht hineingezogen und plötzlich stande ich nüchtern in einer verrauchten Bar im Bahnhofsviertel.

00:21:55: Die achtziger Musik dröhte so laut dass man sein eigenes Wort nicht mehr verstand.

00:22:02: aber da rund um mich herum ohnehin fast alle schon zu viel getrunken hatten Scharf auf tiefgründige Gespräche.

00:22:14: Zu fortgeschrittener Stunde beholte mir das Geburtstagsgehind Kind dann ins Ohr, ach komm schon Eduardo ein Bier zu meinem Geburtstag kannst du doch wohl trinken!

00:22:30: Ich schüttelte nur den Kopf enttäuscht nicht weil er mich damit wirklich in Versuchung gebracht hätte sondern weil er nicht wusste was er da gerade von mir verlangte.

00:22:42: für ihn ging es um ein Bier.

00:22:45: Für mich ging es, um die Tür zurück in ein Leben aus dem ich mich mühsam befreit hatte.

00:22:53: Er verlangte nicht bewusst von mir mein Leben wegzuwerfen aber genauso hätte sich für mich angefühlt und das machte mich traurig!

00:23:04: Ich musste raus an die frische Luft.

00:23:08: draußen schneide es Irgendwo.

00:23:13: in dieser Kneipe hing noch meine Jacke, aber es war mir egal.

00:23:16: Ich ging einfach im T-Shirt raus und ich kam auf eine Brücke und schaute im Mondlicht hinab auf die Gleise.

00:23:24: unter mir standen ein paar Züge und ich fing an die Waggons zu zählen – nicht weil mich Züger in diesem Moment besonders interessierten sondern weil ich wusste Ablenkung hilft!

00:23:40: Aber das war mir egal.

00:23:42: Drinnen in der Westernkneipe hatte mir diese Stimme noch zugeflüstert.

00:23:48: Vielleicht solltest du dir wirklich mal wieder ein richtiges Bier

00:23:51: gönnen.".

00:23:53: Und draußen sagte sie plötzlich, was läufst Du eigentlich in dieser Winternacht ohne Jacke herum?

00:24:01: Du Vollidiot!

00:24:02: Und weißt du was?

00:24:04: Das war mir viel lieber denn jetzt hatte mein Gehirn ein ganz anderes Problem Kälte, Züge, eisklatte Wege.

00:24:13: Der Impuls hatte seinen Raum bekommen und dadurch ging er vorbei.

00:24:19: Und genau das ist ma.

00:24:22: du brauchst gegen das Verlangen nicht wild anzukämpfen.

00:24:26: Du musst es mit aller Macht unterdrücken!

00:24:31: Du musst dich nicht dafür verurteilen.

00:24:34: Du musst nur Platz schaffen zwischen dem ersten Impuls und deiner nächsten Handlung.

00:24:42: Der Dämon-Alkohol liebt Geschwindigkeit, erliebt es.

00:24:46: wenn du sofort reagierst Wenn du nicht lange nachdenkst, wenn du einfach zugreifst Und wenn du dich nur für zehn Minuten zwischen deinem Impuls oder der Flasche stellst verliert der Dämon Alkohol eine seiner stärksten Waffen, deine Reflexgeschwindigkeit.

00:25:10: Und wenn du dir auf diesem Weg einen Menschen an deiner Seite wünscht, der die Richtung kennt dann könnte mein Eins zu Eins Mentoring für dich sinnvoll sein nicht als jemand, der dir sagt was du zu tun hast sondern als dein Weggefährte als jemand, der den Kampf gegen den Dämon-Alkohol bestens kennt und dich dabei unterstützt deinen eigenen Weg in die Freiheit zu gehen.

00:25:41: Den Link dazu findest du unter diesem Video in der Beschreibung.

00:25:45: Und jetzt kommen wir zum vierten Prinzip.

00:25:49: Dieses vierte Prinzip ist anders als die ersten drei Kai Zehn Shikata Gany Ma.

00:25:57: Das waren Werkzeuge Dinge die du in einem konkreten Moment benutzen kannst.

00:26:04: Aber Wabi-Sabi ist kein Werkzeug, Wabi Sabi ist eine Haltung und ohne diese Haltung bringen dir irgendwann auch die besten Werkzeuge nichts.

00:26:17: Stell dir vor, du schaffst drei Monate ohne Alkohol oder sechs Monate vielleicht sogar noch länger.

00:26:24: dein Körper fühlt sich besser an!

00:26:26: Du schliefst tiefer und du bist Stolz auf dich!

00:26:32: Und irgendwo in dir gibt es diese leise Erwartung.

00:26:35: Jetzt müsste doch alles gut werden, jetzt müsste ich doch endlich glücklich sein – jetzt müsste das Leben doch leichter werden, weil du ja aufgehört hast zu trinken, doch dann kommt dieser Sonntagabend.

00:26:51: Du sitzt allein zu Hause, draußen regnet es, die Wohnung ist still und plötzlich merkst Ich bin immer noch wütend, ich bin immer auch überfordert.

00:27:03: Ich bin nur jetzt ohne das Glas in der Hand, dass mir früher alles für ein paar Stunden weggewaschen hat.

00:27:13: und genau in diesem Moment wird es gefährlich weil dann diese Stimme kommt uns sagt ziehst du?

00:27:21: Ohne Alkohol ist es auch nicht besser.

00:27:24: vielleicht hat das Ganze gar keinen Sinn.

00:27:27: Da kannst du ja genauso gut wieder trinken!

00:27:30: Genau hier kommt Wabi Sabi in Spiel.

00:27:34: Wabi-Sabi ist eines der schönsten Konzepte, die ich auf meiner Reise gefunden habe.

00:27:40: Es heißt grob übersetzt – Die Schönheit der Unfallkommenheit.

00:27:45: Ein zerbrochener Teegruck, der mit Gold geklebt wird und dadurch wertvoller ist als vorher.

00:27:54: Ein mitgenommener Baum dessen Risse seine ganze Geschichte erzählen.

00:27:59: Wabisabe bedeutet für mich, das Leben muss nicht perfekt sein damit es wertvoll ist.

00:28:06: Ein schwerer Tag macht deinen Weg nicht falsch.

00:28:10: ein Fehler macht dich noch lange nicht zum Verlierer.

00:28:15: Ein nüchternes Leben bedeutet nicht dass du rund um die Uhr vor Freude sammert tanzt.

00:28:22: Du bleibst Mensch.

00:28:24: Du wirst weiterhin Tage haben, an denen du gereist bist, Tage, an den du traurig bist, Tage, an die du dir Sorgen machst.

00:28:34: Kage!

00:28:35: An denen du dich fragst, warum eigentlich alles so schwer sein muss?

00:28:41: Aber der Unterschied ist... ...du läufst nicht mehr weg.

00:28:46: Du trinkst es nicht mehr wegg.

00:28:48: Du sitzt in deinem Ärger und du bleibste da.

00:28:53: Du sitzt in deiner Trauer und du bleibst da, du sitzt in deine Einsamkeit.

00:29:00: Und ja das tut weh.

00:29:02: aber du bleiblbst da ohne am nächsten Morgen mit Schuldgefüllen aufzuwachen, ohne Kater, ohne diese leere Loch im Bauch, ohne das Gefühl dich schon wieder selbst verraten zu haben.

00:29:18: Das ist Wabi Sabi Auf dem Weg Ohne Alkohol.

00:29:24: Du wirst durch Nüchternheit kein perfekter Mensch, du wirst ein ehrlicher Mensch einer der seine Gefühle nicht mehr wegtränkt, einer der sein Risse sieht und irgendwann merkt genau diese Risse machen mich besonders vielleicht sogar echter als vorher.

00:29:45: Einer der traurigsten Momente der letzten Jahre war für mich der Tod von Catalina So hieß unsere graue Sphinxkatze.

00:29:54: Sie war noch gar nicht so alt, als ihr Bauch plötzlich immer größer wurde.

00:30:00: Darin hatte sich Flüssigkeit gesammelt.

00:30:03: Wir brachten sie zur Tierärztin aber niemand wusste so richtig was los war.

00:30:09: Die Flüssigkeit wurde abgesaugt, sie bekam Medikamente und für einen Moment hofften wir Aber der Bauch ist wohl wieder an.

00:30:22: Während wir versuchten, die Diagnose zu finden und astronomische Rechnungen für Untersuchungen bezahlten, baute sie vor unseren Augen unter Qualen immer mehr ab.

00:30:39: Und das alles in einer Phase, in der das Geld bei uns ohnehin ziemlich knapp war.

00:30:45: Aber was machst du wenn da ein Wesen ist, dass zu deiner Familie gehört?

00:30:51: Du kämpfst weiter!

00:30:53: Aber bald schon hörte Katalina auf zu essen und dann hörte sie auch noch auf zu trinken.

00:31:00: Und trotzdem schwoll ihr Bauch wieder an, schließlich wurde ein Tumor bei ihr entdeckt.

00:31:07: Man sagte uns vorsichtig dass weitere Behandlungen kaum noch Sinn machen würden.

00:31:15: Am Ende blieb uns nichts anderes übrig als Katalinas Einschliffen zu lassen.

00:31:21: Die ganze Familie war dabei.

00:31:24: Wir saßen dort, wir streichelten sie und wir alle war hinten bitterlich.

00:31:31: Um unsere Katze um diese Trauer hin noch tagelang in unserem Haus In den Ecken auf dem Sofa, in diesen kleinen Dingen die plötzlich fehlten.

00:31:44: Und früher hätte ich so einen Schmerz betäubt Ich hätte getrunken Nicht weil es Catalina zurückgebracht hätte Sondern weil ich mich selbst für ein paar Stunden nicht hätte spüren müssen.

00:31:59: Aber diesmal tat ich das nicht!

00:32:03: Ich ließ die Trauer da sein, ich liess die Wut da sein und ich liesse auch diese Hilflosigkeit da sein – und ich hielt sie aus.

00:32:12: Nicht heldenhaft nein, nicht stark aber nüchtern.

00:32:17: Und ich wusste auch diese Trauer wird irgendwann verblassen und die Erinnerung an unsere Kataliner bleibt.

00:32:25: Wenn du diese Haltung in dir aufbaust.

00:32:28: Schließt du dem Dämon Alkohol eine sehr wichtige Tür, denn er kommt später oft nicht mehr über das starke Verlangen zurück.

00:32:39: Dafür hast Du jetzt Werkzeuge!

00:32:42: Er kommt über die Enttäuschung, über diese leise Stimme, die sagt, siehst du?

00:32:49: Das Leben ohne Alkohl ist auch nicht perfekt.

00:32:53: Wabi Sabi antwortet darauf nein Es ist nicht perfekt, aber es ist echt und ich bin endlich bereit es so anzunehmen wie es ist.

00:33:05: Genau diese Haltung nimmt dem Dämon eine seiner letzten Hintertüren!

00:33:10: Aber jetzt kommt das fünfte und wichtigste Prinzip denn alles worüber wir bisher gesprochen haben hilft dir gegen den Dämen Alkohol.

00:33:21: Kijin Shikata Ganae Ma Wabi Sabi Das sind Türen, die du ihm verschließt.

00:33:31: Werkzeuge, die Du benutzen kannst.

00:33:33: Waffen, die Dich aus der Hand nimmst.

00:33:36: Aber die Wahrheit ist so lange Dein ganzer Tag darum kreist was Du nicht tust!

00:33:44: Nämlich Nicht trinken bleibt der Demon Alkohol trotzdem der Mittelpunkt deines Lebens.

00:33:51: Du denkst an ihn.

00:33:53: Du kämpfst gegen ihn Du beobachtest ihn, du fürchtest ihn.

00:33:59: Du fragst dich ob er wieder kommt?

00:34:02: Das ist noch keine echte Freiheit!

00:34:05: Das ist nur die andere Seite derselben Münze.

00:34:09: Echte Freiheit beginnt erst wenn der Dämon-Alkohol nicht mehr im Zentrum steht... Wenn etwas anderes seinen Platz einnimmt, etwas das stärker zieht als Alkohol es je konnte.

00:34:24: und genau hier kommt Ikigai ins Spiel.

00:34:28: Ichigai ist vielleicht das schönste Wort dass ich auf dieser ganzen Reise gefunden habe.

00:34:34: Es bedeutet sinngemäß das wofür er sich lohnt morgens aufzustehen Dein innerer Grund dein Lebenssinn Nicht unbedingt die große Weltmission, sondern etwas das dich von innen her ruft.

00:34:51: Etwas bei dem du spürst – dafür bin ich da!

00:34:56: Das gibt meinem Leben Bedeutung und ich sage dir ganz ehrlich genau das war bei mir der entscheidende Unterschied.

00:35:06: Früher dachte ich wir haben nur dieses eine Leben also muss sich es genießen und zwar so richtig Vollgas!

00:35:15: Ich wollte reisen, ich wollte gutes Essen.

00:35:18: Ich wollte Abenteuer, ich wollten Feiern und Geld, Frauen, einfach alles mitnehmen was geht.

00:35:29: Und Alkohol gehörte selbstverständlich dazu.

00:35:33: Aber in Wahrheit bin ich immer tiefer in eine Sackgasse gelaufen?

00:35:43: hoffnungsloser, orientierungsloser Verzweifelter.

00:35:48: Ja ich bin in fast hundert Ländern gereist!

00:35:51: Ich habe Abenteuer erlebt, ich habe Partys gefeiert und Menschen kennengelernt.

00:35:58: Ich habe intensiv gelebt aber all das hat mich am Ende nicht freier gemacht.

00:36:04: es hat mich immer weiter nach unten gezogen und gleichzeitig war da immer noch etwas anderes in mir.

00:36:14: Ich wollte Spuren hinterlassen, ich wollte dass etwas von mir bleibt wenn ich irgendwann nicht mehr hier bin einen Fußabdruck auf unserer Erde und das war auch einer der Gründe wo mich autor geworden bin.

00:36:43: Am Anfang habe ich auch da die falschen Spuren gelegt.

00:36:49: Ich schrieb Grimis und verstehe mich nicht falsch!

00:36:54: Ich habe das gerne gemacht, und ich konnte das auch ziemlich gut und ziemlich spannend – aber mit Grimmis hilfst du Menschen nicht wirklich ihr eigenes Leben, ehrlicher anzuschauen?

00:37:08: Ja, du kannst sie unterhalten… Du kannst ihnen Angst machen... Du kannst dir raffinierte Mordfälle einfallen lassen.

00:37:18: Du kannst einen schlauen Kommissar erfinden, aber du inspirierst damit keine

00:37:24: Menschen.".

00:37:25: Und genau das war mir eigentlich immer wichtig, Menschen zu helfen!

00:37:31: Das erfolgt mich.

00:37:33: Erst viel später ging eines meiner Bücher zum ersten Mal in diese Richtung.

00:37:38: Das war nach meinem Jacobsweg.

00:37:40: Damals schrieb ich ... ein sehr offenes Buch über meine Probleme, über mein Leben und darüber was ich auf diesem Weg über mich selbst verstanden habe.

00:37:53: Es heißt wie ich vom Weg abkam um nicht auf der Strecke zu bleiben Und plötzlich wurde genau dieses Buch mein erfolgreichstes.

00:38:03: Ich bekam über tausend E-Mails von Leserinnen und Lesern.

00:38:08: Menschen schreiben mir, dass Ihnen dieses Buch zum Beispiel bei einer wichtigen Entscheidung geholfen hat oder das Sie dadurch zum ersten Mal seit Langem wieder über Ihr eigenes Leben nachgedacht hatten.

00:38:23: Und das löste etwas in mir aus!

00:38:28: Weil ich merkte, das hier fühlt sich anders an – Das ist nicht nur Schreiben, das ist Bedeutung.

00:38:38: Und trotzdem war ich damals schon Mitte vierzig und hatte immer noch keine wirkliche Antwort auf die Frage, wofür ich eigentlich hier bin.

00:38:49: Mein Lebenssinn war bis dahin im Grunde genießen, feiern trinken und hoffen dass das schon irgendwie reicht!

00:39:00: Ich ging oft den Weg des geringsten Widerstandes aber gleichzeitig hatte ich schon lange diese Sehnsucht nach etwas tieferen in mir.

00:39:09: Ich las Bücher über Glück, über Spiritualität, über Buddhismus, über Iki-Gai und immer wieder kam da diese Frage zurück.

00:39:20: Wofür lohnt es sich eigentlich morgens aufzustehen?

00:39:25: Was liebst du?

00:39:26: Was kannst du gut?

00:39:28: Was hilft anderen?

00:39:31: Was gibt deinem Leben Bedeutung?

00:39:34: Und irgendwann spürte ich... In diese Richtung möchte ich.

00:39:39: Ich wollte Bücher schreiben, die Menschen nicht nur unterhalten sondern ihnen etwas mitgeben.

00:39:48: Nur wusste ich lange nicht wie dieses Buch aussehen sollte.

00:39:54: erst als sich mit dem Trinken aufgehört habe kann dieser Gedanke in mir hoch.

00:40:01: vielleicht schreibe ich über mein Leben mit Alkohol und über mein Leben ohne Alkohol, über diesen Weg aus der Dunkelheit.

00:40:12: Über das was ich verloren habe und über das was sich zurückgewonnen habe.

00:40:18: Daraus ist brustlos glücklich entstanden!

00:40:23: Aus meinem eigenen Schmerz, aus meinem eigenen Weg, aus der Erkenntnis dass mich mein altes Leben nicht frei gemacht hat sondern trostlos unglücklich.

00:40:36: Und jetzt ist daraus mein neues Buch geworden.

00:40:39: Brustlos glücklich, was du gewinnst wenn du auf Alkohol verzichtest.

00:40:45: Darin zeige ich dir siebenundzwanzig Dinge die du zurückgewinnst, wenn Alkohl aus deinem Leben verschwindet.

00:40:54: und wenn du das Buch liest und mit den Werkzeugen darin arbeitest dann kann sich in deinem Kopf etwas verändern.

00:41:05: Du verstehst Alkohol anders, du verstehst dein Verlangen anders.

00:41:13: Du siehst plötzlich nicht mehr nur wovon du weg willst sondern auch wohin du gehen willst in dein eigenes Brustlos glückliches Leben!

00:41:23: Für mich ist Brust los glücklich mein Ickigeil weil es mich morgens aus dem Bett holt weil es nichts mit Alkohl zu tun hat weil es mir mehr gibt als jedes Glas Wein mehr je geben konnte.

00:41:39: Und genau in dieser Moment, in dem ich das verstanden habe hat der Demon Alkohol seine Macht über mich verloren!

00:41:49: Nicht weil ich jeden Tag heldenhaft gegen ihn kämpfe sondern weil er plötzlich nicht mehr wichtig ist und genau das wünsche ich dir auch.

00:42:01: Frag dich heute Abend zwei Dinge.

00:42:03: erstens Wofür stehst du morgens auf?

00:42:07: Nicht weil der Wecker klingelt, sondern wirklich aus dir heraus.

00:42:12: Und zweitens – wann hast Du Dich das letzte Mal vollständig lebendig gefühlt, wirklich lebendigt ohne Glas in der

00:42:22: Hand?!

00:42:23: Wenn Dir auf eine dieser Fragen sofort eine Antwort einfällt, dann hast Du Dein Iggigeil vielleicht schon gefunden!

00:42:31: Dann darfst Du es jetzt… nur wieder in den Mittelpunkt stellen.

00:42:36: Dorthin, wo früher der Demon Alkohol saß.

00:42:40: und wenn dir noch keine Antwort einfällt dann ist genau das vielleicht deine wichtigste Aufgabe in den nächsten Monaten nicht nur nüchtern bleiben sondern herausfinden wofür du eigentlich nüchlern bleiben willst denn ohne ein ichke Geil wirst du irgendwann müde vom Kampf gegen den Dämon.

00:43:04: Mit einem Iggegei brauchst du den Kampf gar nicht länger zu führen, weil dein Leben wieder stärker ruft als die Flasche.

00:43:14: Leben statt Überleben!

00:43:17: Nicht weg vom Alkohol sondern hin zum Leben – das ist Iggegeei und das ist der Grund warum ich heute seit über vier Jahren ohne einen Tropfen Alkholebe sondern brustlos glücklich.

00:43:34: Wenn dich diese Folge heute berührt hat, dann abonniere gerne unseren Podcast!

00:43:40: Hier erwarten Dich jede Woche neue Gedanken, ehrliche Impulse und Gespräche auf Augenhöhe rund um das Thema Alkohol und den Weg in ein freies, klares Leben – nicht von oben herab, Menschlich und von einem Menschen, der selbst siebenunddreißig Jahre lang viel zuviel getrunken hat.

00:44:10: Und heute seit über vier Jahren postlos glücklich lebt!

00:44:15: Ich teile diesen Weg mit dir weil ich weiß wie schwer er manchmal sein kann und weil ich dir zeigen möchte dass ein anderes Leben möglich ist Ein Leben mit mehr Klarheit, mehr Ruhe Mir würde.

00:44:32: Also, lass uns gemeinsam die Handbremse des Lebens lösen und endlich das Leben führen, dass wir schon immer führen wollten bevor der Alkohol schleichend die Kontrolle übernommen hat!

00:44:49: Vielleicht hören wir uns ja schon in der nächsten Folge wieder.

00:44:53: Bis dahin wünsche ich dir einen brustlos glücklichen Tag.

00:44:58: Dein Eduardo und das postlos glücklich Team.

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